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Wahrscheinlich sind die Pektinsäuren von grossem Ein-fluss auf das Nachreifen der Früchte, indem sie zur Umän-derung des Stärkemehls in Zucker beitragen. Die Pektin-körper bilden den Uebergang zu den
PfJanzensäuren.Diese unterliegen denselben Verbindungsgesetzen, wie dieanorganischen. Sie enthalten mit wenigen Ausnahmen mehrSauerstoff als zur Bildung von Wasser mit dem vorhande-nen Wasserstoff erforderlich ist und auch basisches Wasser,welches sich nur in wenigen Fällen durch ihre Vereinigungmit Basen abscheiden lässt. In den Fällen, in welchen sie,ohne an Basen gebunden zu sein, dieses Wasser abgebenund zu Anhydriden (a privat, und idwQ Wasser) werden,büssen sie auch ihre Selbstständigkeit als Säuren ein. (Vergl.S. 35). Vegetabilische Säuren sind z. B. Weinsteinsäure,Citronensäure, Bernsteinsäure, Benzoesäure, Gerbsäure, Trau-bensäure, Aepfelsäure, Oxalsäure,welche letztere jedoch kei-nen Wasserstoff enthält. Sämmtliche finden im Texte desKommentar's ihren Platz, wesshalb ein specieueres Einge-hen auf ihr Vorkommen und ihre Eigenschaften hier über-flüssig ist.
Werden ihre Verbindungen mit fixen Alkalien erhitzt,so werden sie (Oxalsäure ausgenommen) unter Abscheidungvon Kohle zersetzt und kohlensaure Alkalien bleiben imRückstände. Die Verbindungen einiger Säuren mit Calcium-oxyd geben, der trocknen Destillation unterworfen, flüchtigesauerstoffarme Produkte aus, welche man mit dem allge-meinen Namen Acetone belegt hat.
Die oben angeführten Säuren kommen fertig gebildetfrei oder an Basen gebunden in den Pflanzen vor. Zu ihrerIsolirung oder Darstellung werden sie aus ihren Verbindun-gen durch die stärkeren Mineralsäuren z. B. Schwefelsäureabgeschieden. Viele Pflanzenstoffe liefern in Folge einesOxydations - oder Gährungsprozesses organische Säuren,von denen die Essigsäure z. B. für den Pharmaceuten diewichtigste ist.
Fette, fette Oele, Wachs, Harze.
Diese stickstofffreie Gruppe der Pflanzenerzeugnisse ist durch