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1 (1855)
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tien und die Schwierigkeit sie rein ohne alle Beimischungdarzustellen, machte jede tiefere Forschung zu einer fastvergeblichen, so dass ihre Zusammensetzung und ihre che-mische Eigenschaften kaum zu ermitteln sind. Soviel scheintBestätigung erhalten zu haben, dass die Extraktivstoffe inden Pflanzensäften sich als farblose Stoffe in Auflösung be-finden, dass sie sich sehr leicht verändern und besondersder atmosphärischen Luft ausgesezt, unter Aufnahme vonSauerstoff sich gelbbraun bis dunkelbraun färben, dabei Koh-lensäure aushauchend. Beim Abdampfen ihrer Lösungen ander Luft büssen sie theilweise durch diese Oxydation auchihre Löslichkeit in AVasser ein. Der alsdann in Wasser un-löslich gewordene Theil ist oxydirter Extraktivstofi, Extrakt-absatz oder Apothema genannt.

Die Extraktivstoffe sind in Wasser löslich, unlöslich inabsolutem Weingeist, Aether und den Oelen, dagegen vermö-gen ihre koncentrirten Lösungen viele Harze und ähnlicheStoffe, welche in Wasser nicht löslich sind, in Auflösung zuerhalten. Die Extraktivstoffe bilden den Hauptbestandtheilder pharmaceutischen Extrakte. Aus dem oben Gesagtenlässt sich ermessen, dass die am schnellsten eingedicktenund mit der Luft dabei wenig in Berührung gekommenen Ex-trakte wahrscheinlich auch die medicinisch wirksamsten sind.

Die Pektinkörper

stehen den Kohlenhydraten nahe, unterscheiden sich abervon diesen durch einen verhältnissmässig grösseren Sauer-stoffgehalt. Durch Jod werden sie nicht gefärbt und Sal-petersäure ändert sie nicht in Schleimsäure um. Sie sindsehr verbreitet in dem Safte fleischiger Früchte und Wur-zeln und sind die Ursache des Gerinnens oder Galatinirenssolcher Säfte (Himbeersaft, Kirschsaft) mit Zucker oder beimVermischen mit Weingeist. Zum Theil sind sie auch wohl dieUrsache, dass die Pflanzengallerten sehr leicht schimmeln,wesshalb man sie durch Gährung absichtlich zu zerstörensucht. Das Pektin und seine Modifikationen, so wie diedaraus durch Berührung mit Basen erzeugten Pektinsäuren,von welchen mehrere unterschieden werden, gehen mit Ba-sen Salzverbindungen ein.