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sie aus andern Pflanzentheilen gewonnen. Es erscheint alsein weisses Pulver, aus kleinen ungleichgrossen, mit demMikroskop erkennbaren glänzenden durchsichtigen, aus kon-centrisch übereinandergelagerten Schichten zusammengesetztenKügelchen bestehend.
Das Stärkemehl ist geschmack - und geruchlos und un-löslich und unveränderlich in Oelen, Weingeist, Aether,Wasser. Mit Wasser bis 60° erhitzt, werden die die Stärke-mehlkfigelchen bildenden koncentrischen Schichten gesprengt;diese trennen sich oder blättern von einander, quellen aufund bilden eine durchscheinende gallertartige Masse, Kleistergenannt, welche mit kochendem Wasser verdünnt, selbstdurch unsere gewöhnlichen Filters fliesst, beim Erkaltenaber das Stärkemehl kleisterartig absondert. FeinzerriebenesStärkemehl schwillt auch mit kaltem Wasser zu Kleister auf.Aus seinen Auflösungen in kaustischen Alkalien wird esdurch Säuren wieder gefällt. Verdünnte Säuren lösen esauf, und damit gekocht wird es in Stärkegummi und diesesin Stärkezucker umgewandelt.
Ausgetrocknet bildet der Kleister eine durchsichtigeharte farblose Masse. Wird gut ausgetrocknetes Stärkemehlbis 150° erhitzt, so bleibt es unverändert, weiter erhitztverwandelt es sich in Stärkegummi, welches in Wasser lös-lich ist. Dieselbe Umwandlung geschieht mit dem bis zu150—180° erhitzten Kleister.
Diastas, eine Substanz, die sich beim Keimen der Ge-treidesamen bildet, wandelt, wie die verdünnten Säuren un-ter Kochen, das Stärkemehl zuerst in Stärkegummi und dannin Stärkezucker, dagegen wandeln gewisse thierische Häuteund Flüssigkeiten das Stärkemehl in Milchsäure um.
Mit koncentrirter Schwefelsäure verbindet sich das Stär-kemehl, ähnlich der Cellulose, zu Stärkemehlschwefelsäure,welche mit Bleioxyd und Baryt leichtlösliche Salze bildet,aber mit Wasser verdünnt sich in Stärkegummi und freieSchwefelsäure scheidet.
Rauchende Salpetersäure löst das Stärkemehl zu einemKleister, welcher alsbald mit Wasser verdünnt sich zersetzt undein weisses Pulver fallen lässt, welches Bracconrwt Xyloidin