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nannte und dem Pyroxyl in der Zusammensetzung ähnlichist. Verdünnte Salpetersäure bildet unter Beihülfe der Wärmeaus dem Stärkemehl Oxalsäure und Aepfelsäure unter Ent-wicklung von Stickstoffoxydgas, salpetriger Säure und Koh-lensäure. Chlor (und Chlorkalk) wirken auf das Stärkemehl,wie auf die Cellulose, und Gerbestoff fällt es aus seiner Auf-lösung. Mit Kalk, Baryt und Bleioxyd geht es unlöslicheVerbindungen ein. Borax koagulirt seine wässrige Lösung.Charakteristisch ist das Verhalten des Stärkemehls ge-gen freies Jod (Jodtinktur). Es verbindet sich mit demsel-ben sowohl in Pulver - als in Kleisterform zu einem tief-blauen undurchsichtigen Körper, der mit Wasser über 70°erhitzt entfärbt, beim Erkalten aber wieder blau wird. Al-kalische Laugen entfärben die Jodverbindung gleichfalls,durch Säurezusatz tritt jedoch die blaue Farbe wieder her-vor. Licht wirkt auch entfärbend ein.
Eine andere Modifikation des Stärkemehls ist das Inu-lin, Helenin, Dahlin, welches in den Wurzeln der Georgi-nen, der Erdäpfel (Tobinambu), Inula Helenium, LeontodonTaraxacum, Cichorium Inlybus und anderer Compositen, inden Zwiebeln des Colchicum etc. als kleine fast durchsichtigeKörnchen abgesondert vorkommt, die aus keinen koncentri-schen Schichten gebildet zu sein scheinen. Es bedarf wenig-stens 50 Theile kaltes Wasser zur Auflösung. Durch lan-ges Kochen verwandelt es sich in einen syrupförmigen Zuk-ker. Im Allgemeinen gleicht es dem gewöhnlichen Stärke-mehl, unterscheidet sich aber von diesem dadurch, dass esmit kochendem Wasser keinen Kleister, sondern nur einenSchleim bildet, durch Diastas nicht verändert und von Jodnicht blau sondern gelb gefärbt wird.
Eine dritte Modifikation ist das Moosstärkemehl,Lichenin, Amyloid, wie es in dem Isländischen Moos undanderen Flechten' angetroffen wird. Es ist in kaltem Was-ser wenig löslich, mit kochendem bildet es eine Gallerte,welche eingetrocknet das Moosstärkemehl als eine gummiar-tige Masse liefert, die mit Wasser wieder gallertartig auf-quillt. Anhaltendes Kochen zerstört seine Fähigkeit zu ge-