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1 (1855)
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den Oelen, Harzen. Die Basen, welche gemeinlich mit derBenennung Alkaloide bezeichnet werden, sind wenigstensternär zusammengesetzt und bestehen aus Kohlenstoff, Was-serstoff und Stickstoff, welchen sich in den allermeistenFällen ein oder nur wenige Atome Sauerstoff zugesellen.Stickstofffreie organische Basen sind gemeinlich in unserenLaboratorien gewonnene Produkte aus organischen Stoffen.

Die stickstofffreien Pilanzenstoffe, in welchen Wasser-stoff und Sauerstoff' in demselben Verhältnisse, wie im Was-ser, verbunden sind, sind fast sämmtlich isomerisch zusam-mengesetzt. Hierher gehören Cellulose, Stärkemehl, Zucker,Gummi, Pflanzenschleim. Sie sind mehr oder weniger festund nicht flüchtig, sondern hinterlassen beim Erhitzen Kohle,während Wasser und empyreumatische und saure Stoffeentweichen.

Die Cellulose, Zellensubstanz, Zellstoff, Faserstoff,Holzfaser, Lignin (C ,2 H' 0 O 10 ), ist der Hauptbestand-theil des Holzes und fehlt fast in keiner Pflanze, indem siedie Wandungen der Zellen und Gefässe, also das Skelettderselben bildet. Sie ist in Aether, Alkohol, Oelen, ver-dünnten Säuren und verdünnten Alkalien unlöslich und wirddurch dieselben auch nicht verändert, widersteht auch dennatürlichen Einflüssen mehr als andere Pflanzenstoffe. DurchKochen mit verdünnter Schwefelsäure (oder Phosphorsäure)geht sie in Krümelzucker über, und die Einwirkung koncen-trirter Salpetersäure verwandelt sie in das explodirende Py-roxyl (Xyloidin, Schiessbaumwolle). Durch Chlor wird dieCellulose bei Gegenwart von Wasser in massiger Tempera-tur unter Entwickehing von Kohlensäure zersetzt. Ist sievon allen fremdartigen Stoffen befreit, so wird sie durchJod stets blaugefärbt wie das Stärkemehl, unterscheidet sichaber von diesem, dass sie mit kochendem Wasser keinenKleister bildet.

Unter Einfluss der atmosphärischen Luft und der Feuch-tigkeit unterliegt die Cellulose der Verwesung, indem sieSauerstoff aus der Luft aufnimmt, welcher mit ihrem Was-serstoff Wasser bildet, und ein Theil des Kohlenstoffs in Ver-