73
in der Schwefelsäure verliert er 220 Gran, so stellt sichdas Verhältniss:
120 : 220 = 1,000 (= 1,833)Hat das Glas oder der Glaspfropfen gerade ein Volumen,dass er im "Wasser 1000 Gran an seinem Gewichte verliert,so bedarf es keiner Rechnung, und sein Gewichtsverlust inirgend einer anderen Flüssigkeit giebt zugleich das specifi-sche Gewicht derselben an. Obiges Beispiel zu Hülfe ge-nommen, ist folgende Rechnung überflüssig:
1000 : 1833 = 1,000 : x (= 1,833)Diese Art der Bestimmung des specifischen Gewichts ist jeden-falls für den Pharm aceuten die am wenigsten umständlichste.Dass die "Wägung stets bei ein und derselben Temperaturgeschehen muss, ist schon an einem anderen Orte bemerkt,weil die Körper meistentheils durch Aufnahme von Wärmespecifisch leichter werden. Wenn der Gewichtsverlust desoben erwähnten Pfropfens im Wasser von 15° bestimmt war,so muss auch die Flüssigkeit, deren spec. Gewicht mittelstdieses Pfropfens gesucht werden soll, gleichfalls eine Tem-peratur von 15° haben.
Eine andere Methode ist die, dass man ein Glasflasch-chen, welches mit einem genau schlies-senden etwas konisch zulaufenden Glaspfro-pfen versehen ist, tarirt, und genau die Ge-wichtsmenge Wasser von einer gewissenTemperatur, welche es mit eingesetztemPfropfen fassen kann, bestimmt. Das Ge-wicht des Wassers nebst Tara des Fläsch-chens mit Pfropfen und auch die Tempera-tur des Wassers bezeichnet man mittelsteines Diamants auf dem Fläschchen, umsich für andere Fälle die Arbeit zu erleich-tern. Man bestimmt nun, nachdem dasFläschchen völlig ausgetrocknet ist, die Ge-wichtsmenge der Flüssigkeit, deren specifi-sches Gewicht man suchen will, in dersel-ben Art, indem man das Fläschchen vollständig damit füllt.Die Gewichtsmenge des Wassers verhält sich dann zu der