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verschiedenen Grade von Erwärmung, welche ein Korperbesitzt, nennt man seine Temperatur.
Der Ursprung der Wärme ist verschieden; Sonnenlicht,Stoss, Druck, Reibung, Elektricität,. besonders aber chemi-sche Anziehung, in Folge welcher der Verbrennungsprozessnur möglich ist, erzeugen Wärme. Sie verbreitet sich ent-weder durch Strahlen, gleich dem Lichte, als strahlendeWärme, oder durch Mittheilung oder Fortleitung voneinem Körper zum anderen.
Körper, welche die Wärme schnell aufnehmen und inderen Masse sie sich schnell ausbreitet, nennt man guteWärmeleiter z. B. die Metalle. Andere Körper, welchedie Wärme schwieriger oder langsamer aufnehmen und ab-geben, heissen schlechte Wärmeleiter. Zu diesen gehö-ren z. B. Luft, Holz, Wolle, Harz, Kohle, gebrannte Thon-arten, Ziegel, überhaupt leichte poröse Körper. Setzt mandie Wärmeleitungsfähigkeit des Goldes =• 1000 so ist die
vom
Platin
= 980
Zinn =
300
Silber
= 970
Blei =
180
Kupfer
= 860
Porzellan =
20
Eisen
= 380
Thon =
10.
Auf zweierlei verschiedene Weise wirkt die Wärme aufdie Körper, indem sie nämlich entweder das Volumen, oderden Aggregatszustand derselben verändert. Im ersten Falleunterscheiden wir sie als freie Wärme, weil wir sie durchunser Gefühl oder durch das Thermometer erkennen, im an-deren Falle heist sie gebundene Wärme, weil wir sie we-der durch Gefühl noch durch Thermometer zu erkennenvermögen.
In dem Maasse, in welchem ein Körper freie Wärmeaufnimmt, nimmt sein Volumen zu, und mit Abnahme die-ser Wärme nimmt auch sein Volumen ab; d. h. Wärmedehnt die Körper aus, Kälte zieht sie zusammen. Luftför-mige Körper werden am stärksten, flüssige weniger und festeam wenigsten ausgedehnt. Werden z. B. vom Gefrierpunktebis zum Kochpunkte des Wassers erwärmt:1000 Kubikfuss Eisen, so steigt das Vol. z. 1004 Kubikfuss