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1 (1860)
Entstehung
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236
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leicht, indem das Nitrobenzol die Eigenschaft hat, durch Wasserstoffin statu nascenti zu Anilin oder Kyanol reducirt wird, das sich ander purpurnen Reaktion mit Chlorkalk sogleich entdecken lässt.C 12 H 5 : N0 4 +6HO -f 6 Zn + 6 SO 3 = 6 (Zn O SO 3 ) -f.4aq + C 12 H r N; C 12 H 7 N == N. (C 12 H 5

1= H Phenylamin=Anilin.

1= H

Das Nitrobenzol hat das specifische Gewicht 1,209 den Er-starrungspunkt von—3° C. und den Siedepunkt von 213° C. In sei-nen übrigen physikalischen Beziehungen und gewiss auch in seinertherapeutischen Wirkung ist es dem echten Bittermandelöle vollkom-men analog, und wäre die Einführung dieses wohlfeilen Mittels inden Arzneischatz neben Amygdalin gewiss weit gerechtfertigter undsinnreicher als der tautologische Pleonasmus eines Bittermandelwassers undseines homö'ojmthischen Schattens, über den sich nichts sagen lässt, als erfülle eine Seite in dem grossen Buche des therapeutischen Trödels.Reines Bittermandelöl wirkt nicht im geringsten giftig auf den thie-rischen Organismus und erscheint im Harne als Hipursäure oderGlycobenzoesäure wieder. Das Bittermandelöl lässt sich in seiner Be-gleitung mit Blausäure nicht bloss aus den bitteren Mandeln sondernaus dem Saamen der meisten Drupaceen gewinnen. Die solcherge-stalt dargestellten Oele sind aber in ihren Zersetzungsprodukten invieler Beziehung different, so dass es fast den Anschein hat, alsgebe es mehrere zwar isomere aber nicht identische Modifikationendieses Körpers, so wie es sich wirklich in einer Lösung von Cyan-Kalium beim einige minutenlangen Erwärmen auf 70° C. in daspolimere Benzoin C 2S H J2 0 4 umwandelt.

Das offizinelle Bittermandelwasser soll nicht selten von denLöthstellen der metallenen Destillirapparate-her mit Metallen spuren-weise verunreinigt sein. In einem solchen Falle musste dasselbe imWasserbade zur Trockne verdunstet und der etwaige Rückstand, denein reines Präparat ohnediess gar nicht liefern dürfte, mit einigenTropfen von Königswasser abgeraucht und in siedendem Wassergelöst werden. Diese Lösung ist vorerst im allgemeinen durchSchwefelwasserstoff und Schwefel Amonium auf Metalle und hieraufmit Ammoniak und Ferrocyankalium auf Kupfer und mit Schwefel-säure und chromsauren Kali auf Blei zu prüfen. —

Aqua Anisi. Aniswasser.

Rp. Zerstossene gemeine Anissamen.....ein Pfund

Gewöhnliches Wasser........zehn Pfund

Macerire durch 12 Stunden und ziehe ab sechs Pfund.

Allgemeines über die Bereitung der sogenanntendestillirtenWässer.