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1 (1860)
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Blausäurehältig und wird zur Reinigung mit Quecksilberoxyd und Kalkoder mit Eisenchlorür und Kalk destillirt, wobei alles Cyan im Rück-stände bleibt und ein blausäurefreies Oel im Destillate auftritt. Einanderes Reinigungs-Verfahren beruht auf der Eigenschaft des saurenschwefligsauren Natrons mit den ätherischen Oelen der Cumarin -Gruppekrystallisirbare Verbindungen zu bilden, die durch Alkalien zerlegt,das unveränderte Oel abscheiden, die Blausäure bleibt in diesemFalle in der Mutterlauge. Das auf eine dieser Arten blausäurefreigewonnene Oel wird über Chlorcalcium entwässert und rektifizirt undstellt eine farblose, stark lichtbrechende, sehr bewegliche, leicht ent-zündliche, speeifisch riechende Flüssigkeit von der Eigenschwere 1,043dar, die im blausäurehältigen Wasser leichter löslich, als im reinen.Dieser Körper ist der Aldehyd eines Alkohols des Peruvian (im Pe-ruvianischen Palsam) C 14 H g 0 2 und die zugehörige Ketylsäure istdie Benzoesäure C J4 H 5 0 3 . Diese Säure entsteht durch die mannig-faltigsten Oxydationsjirozesse aus Bittermandelöl, so wie letzteres wie-der durch die verschiedensten Oxydationen der Harze und eiweissar-tigen Körper durch Salpetersäure, Chromsäure und Braunstein undSchwefelsäure hervorgeht. Mit Ammoniak bildet das Bittermandelölzwei isomere Verbindungen, das indifferente Hydrobenzamid und ba-sische Amarin

3 (C 14 H 6 0 2 ) + 2 (NH 3 ) =- C 42 N 2 H lg + 6aq.

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Bittermandelöl Amarin-Hydro-

benzamidMit Chlor und den Ilaloiden bilden sich Substitutionstypen,indem die austretenden Wasserstoffatome des Benzoyls durch äqui-valente Halogenatome (Jod, Brom, Chlor), ersetzt werden. BeimDurchstreichen der Dämpfe des Bittermandelöls durch eine glühendeRöhre, zerfällt dasselbe in Benzol und Kohlenoxyd C J4 IL3 0 2 =C12 Hfi -f- 2C0. Löst man dieses Benzol das in gekühlter Vor-Benzolläge verdichtet würde, in rauchender Salpetersäure auf, so entstehtWasser und Nitrobenzol.

C 12 H 6 + N0 5 = HO + C 12 |H 5 =H0+ C J 2 H 5 X

^N0 4 Nitrobenzol.

Da das Benzol auch unter den Eupionen (leichten Brandölen)des Steinkohlentheers auftritt, so kann das Nitrobenzol leicht alsFabrikswaare im Grossen dargestellt werden, was auch geschieht, weildieses Präparat .einen.so. bittermandel-ähnlichen Geruch besitzt, dasses nur der feinste Geruchsinn von dem echten Bittermandelöle zuunterscheiden vermag, und es daher unter dem Namen Essence deMirbane in der Parfumerie eine passende Verwerthung findet. Solltedieses billige Präparat zur trügerischen Nachbildung eines künstlichenBittermandelwassers benutzt werden, so wäre die Entdeckung sehr