Druckschrift 
2 (1844) Pharmaceutische Präpratenkunde als Erläuterung der in der österreichischen Pharmacopöe enthaltenen, so wie der sonst noch am meisten gebräuchlichen, besonders der neuesten zubereiteten Arzneimittel
Entstehung
Seite
812
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

>'''

Anhang.

»5

^)ie Seifen sind chemische Verbindungen, aus Fett-säuren und basischen Substanzen unter Gegenwart des Wassersgebildet, daher im Allgemeinen öl-und talg- oder margarin-faure Salze, die aber im Verhältniß der genannten aciden Be-standtheile sehr abweichen, daher in einigen derselben wie in*den aus Talg bereiteten Seifen die Stearinsäure gegen die Oel-saure prädominirt, welche dagegen in dem mit Oelen erzeugtenProdukte vorwaltet, weßhalb z. 33. die sogenannte venetiaiuscheSeife (von welcher so wie von der nachbenannten Waare das zuwissen Nöthige in der 1. Abtheilnng des Commentars zu findenist) wohl zur Bereitung des Seifengeistes, nicht aber zur Dar-stellung des Opodeldoc's verwendbar, wozu nur die ungarischeoder die gemeine Seife geeignet ist, da die heiß bewirkte Solu«tion während dem Erkalten gallertartig gesteht, dieserwegen siewieder zu jenem nicht brauchbar ist.

Da die Seife auch medicinisch und zwar selbst innerlich an-gewendet wird, die vorbenannten käuflichen Produkte aber wenighierzu geeignet sind, so wird zu letzterem Zwecke vorgeschriebenein dergleichen Präparat unter der Bezeichnung:

8apo lue^ioatuz, «. »m^gäalinus, medicinische oder auchMandelölseife nachstehender Weise zu bereiten:

KrystallisirteS kohlensaures Natron 4 Pfd,,lebendiger Kal? 2 Pfund, daraus werde durch einviertelstündiges Kochen mit

Wasser 20 Pfund eine Aetzlauge bereitet, welche durch