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wenn nämlich die Einwirkung der Salpetersäure auf den Alkoholzu heftig war, und aus beiden die obgedachten anderweitigen Pro-dukte nebst Scickstoffoxyd sich bildete», welch letzteres dann gleich-falls von der Flüssigkeit condensirt wird, und das spätere Sauer-werden der Flüssigkeit zur Folge hat. — Wegen dieser durchdie Gegenwart der Schwefelsäure bedingten abweichenden Reak-tion ergibt sich auch hier daö ältere von den meisten Pharmaco-pöen, wie l?l>»rlu. I)gv»r., uoiu««., «axon., llnml,., KZnnov.,eto., noch beibehaltene auch in der knarm. »u«t. von 1780 und1794 augeführte Verfahren entsprechender, besonders als dieDestillation leicht vor sich geht und kein schwerlöslicher Rückstandin der Retorte bleibt, nach welcher 1 Theil reine (o. i. salzsaure-freie) Salpetersäure von 1,200 spec. Gewicht in 7Theilen höchst-rektisicirten Weingeist vorsichtig eingetragen, dann nach 24stün-digem Stehenlassen der Mischung solche aus einer Retorte mitangelegtem Ballon und I — 2 Woulfe'schen Flaschen beigelinder 80" nicht bedeutend übersteigender Hitze jo lange beisorgsamer Abkühlung der Vorlagen destillirt wird, bis 5 TheileFluidum übergegangen sind, das vorzugsweise aus salpetrig-saurem Aechnloryd (Salpeteräther) in Weingeist aufgelöst nebstAldehyd besteht, die sich hauptsächlich bei der gegenseitigen Ein^Wirkung der angewandten Säure auf den Alkohol des Weingeistesbilden, während im Rückstande nebst überschüssiger Salpetersäureauch eine geringe Menge Oralsäure bleibt. Durch die nachfol-gende Behandlung des Destillates mit Bittererde oder noch bessermit weinsaurem Kali wird demnach beabsichtiget, selbem die freieSaure zu entziehen, wozu letzteres anzuwenden sich darum ent-sprechender erweiset, weil das überschüssig angewendete Salzkeine Reaktion auf die Aetherverbindung ausübt, was aber derFall, wenn man stark basische Stoffe, wie Kali, Kalk :e< an-wendet; aus gleicher Ursache soll selbes nicht über Bittererde :c.rektifieirt werden, da unter Mitwirkung der höhern Temperaturum so leichter eine theilweise Zersetzung erfolgt.
Der Salpeteräthergeist bildet eine ungefärbte klare Flüssig-keit, die einen eigenthümlich ätherisch durchdringenden, den Bors»dorfer Aepfeln ähnlichen Geruch und einen starken süß-gewürz-haften, schwach beißenden Geschmack, dann ein spee. Gewichtvon 0,84« — 0,850 besitzt; durch Einfluß der Luft wird er in