Druckschrift 
2 (1844) Pharmaceutische Präpratenkunde als Erläuterung der in der österreichischen Pharmacopöe enthaltenen, so wie der sonst noch am meisten gebräuchlichen, besonders der neuesten zubereiteten Arzneimittel
Entstehung
Seite
809
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

809

der Regel sauer, weiterhin auch gelblich; läßt sich mit Wasserund Weingeist vermischen, dann ohne Rückstand verflüchtigen.

Fehlerhaft ist solcher, wenn er stark sauer reagirt einegeringe saure Reaktion ist nicht zu vermeiden, da die Stand»gefäße nicht voll erhalten werden tonnen, mit Wasser ver-mischt, dann Silbersolution zugesetzt und erhitzt, darf kein Hörn-silber gebildet; weiters den eigenthümlichen Geruch und Ge-schmack im ausgezeichneten Grade/ so wie auch das vorgeschrie-bene spec. Gewicht besitzen, endlich ohne Rückstand sich ver-dampfen lassen.

Die Anwendung geschieht wie bei den übrigen weinigenAethermischungen.

Der Weingeist wird noch zur Darstellung der aromatischenGeister, Tinkturen und sonstigen alkoholischen Solutionen ange-wendet, die nach rein pharmaceutischen Regeln dargestellt wer-den, daher hier nicht in näheren Betracht kommen können; son-dern dem zweiten Abschnitte vorbehalten bleiben müssen.

2. ^ljiia.

Wasser, dasselbe aus Sauerstoff und Wasserstoff beste-hend, daher als Hndrogeno^nd (dx^clum K^6rozenü) sichdarstellend, ist em in pharmaceutischer Hinsicht wichtiger Artikel,da es nicht allein als Auflösungsmittel so vieler Stoffe ist, son-dern auch, da durch dessen Gegenwart die Vereinigung, dasBestehen, Einwirkung und die Umwandlung so vieler chemischerStoffe allein möglich ist, daher seine Anwendung bei einer gro-ßen Anzahl von chemischen, wie auch pharmaceutischen Operatio-nen erheischt wird.

Da das in der Natur vorkommende Wasser dessen ver-schiedene Beschaffenheit in der populären Chemie, S. 320, sowie bezüglich deö in der Pharmacopöe aufgeführten Brunnen-wassers in der 1. Abtheilung des CommentarS, S. 21 u. s. w.erläutert worden -^ zu den meisten obgedachten Zwecken nichtgeeignet, sondern es nöthig ist, die demselben beigemengtenStoffe abzuscheiden, es daher in reinem Zustande vorräthig zu,halten, so ist vorgeschrieben, um sich: