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gleichschenkelige Röhren in Verbindung seht, dann nach Ver-kittung der Fugen die gehörig bereitete Mischung des Vitriol»öleS *) mit Weingeist durch eine Glasröhre mit trichterförmigerErweiterung vorsichtig einträgt, und nach Schließung des Tu-bulus, dann etwa I2stündiger gegenseitiger Einwirkung die De-stillation bei mäßigem Feuer bis fast zur Trockenheit bei sorgfäl-tiger Kühlerhaltung der Vorlagen vornimmt; das so erhalteneDestillat in eine geräumige Flasche bringt und die Abstumpfungder Säure auf die angegebene Weise, angemessener aber derartbewirkt, daß man selber unter fleißigem Umschüttcln so langeneutrales weinsaureS Kali (S. 503) zusetzt, bis feine saureReaktion mehr wahrzunehmen, wornach man Alles einige Tageruhig stehen läßt, dann die Rektification auf die S. 785 ange-gebene Weise vornimmt, endlich daS so erhaltene Präparat inNeine Glassiaschen vertheilt, und diese wohl vermacht an einemfühlen Orte aufbewahrt.
Erklärung. Wie auS dem früher (T. 796) Gesagtenbekannt, wirkt die Schwefelsäure auf den Alkohol zersehend ein,und bildet das sogenannte saure schwefelsaure Aethnlornd, nebstwelchem noch unveränderter Weingeist, so wie freie Schwefel-saure vorhanden ist; letztere zersetzt nun (so wie der aus weite-rer Zersetzung vorgedachter Verbindung hervorgehende Antheil)den Salpeter und macht dessen Säure frei, die wieder auf eineQuantität Alkohol — nachdem schon früher eine Menge Wein-geist unverändert übergegangen ist — zersehend einwirkt unddaraus Wasser, Aldehyd, sowie auch Aether bildet, in Folgeweiterer Reaktion aber Essigsäure, Kohlensäure und Zucker- oderOialsaure hervorgeht, welch letztere nebst dem entstandenen Kali-sulfate im Rückstande sich befindet; dadurch ist die Salpeter-größtentheilö in salpetrige Säure übergegangen, die nun mit demvorhandenen Aethyloryd in Verbindung geht, und sohin sal-petrigsaures Aethyloryd, d.i. Salpeterüther bil-det, der nebst dem unverändert gebliebenen Weingeist, so wie auchAldehyd, Essigsäure :c. übergeht, in der Vorlage sich verdichtetund das Destillat liefert, das aber unter den obwaltenden Um-ständen auch Essigäther dann Hofmannsgeist enthalten kann,
*) Auch hier ist es au« der S. 786 angegebenen Ursache gut, aus1 Atom Salpeter, 2 Verhältnisse (S. 654) Vitriolöl anzuwenden.