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2 (1844) Pharmaceutische Präpratenkunde als Erläuterung der in der österreichischen Pharmacopöe enthaltenen, so wie der sonst noch am meisten gebräuchlichen, besonders der neuesten zubereiteten Arzneimittel
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übergießt, darauf nach Verfittung der Fugen bei kühl erhalte-nen Vorlagen so lange destillirt, bis '/: der Flüssigkeit, also18 Theile derselben übergegangen sind, welcher (in eine Flaschegebracht) so viel reine Btttererde unter Umschütteln zugesetzt, alszur Abstumpfung der freien Säure nothwcndig, dann bei ge-linder Wärme aus dem Aschenbade bis fast zur Trockenheitrektificirt, endlich in mehrere kleinere Flaschen vertbeilt und diesegut verstopft, aufbewahrt wird.

Erklärung. Beim Erhitzen des obangeqebenen Ingre-dienzien wirkt die Schwefelsäure auf die S. 15 angegebeneWeise auf das Kochsalz und Manganhyperornd, in dessen FolgeChlor frei wird; dieses übt wieder Reaktion auf den Weingeist,vorzugsweise aber auf den ans der Weinschwefelsäure frei wer-denden Aether und sonstige Erzeugnisse aus, und verursacht dieBildung neuer Verbindungen, die jedoch von Umständen, näm-lich von der Art des Zusammenbringenö der Zuthaten, der Wir-kungsdauer, Grad der angewendeten Temperatur und Zeit durchwelche destillirt wird, abhängig ist, wornach sowohl die Quan-tität, ja selbst die Art der Produkte abweichen können; indemnun die Bestandtheile eines Theileö Alkohol und des Aethers inanderen Verhältnissen zusammentreten und die daraus hervor-gehenden neuen Zusammensetzungen sich wieder theilweise mitdem Chlor vereinigen, entstehen nun nachstehende Bildungen,und zwar geht aus dem Alkohol durch die Einwirkung des Chlors,das solchem Wasserstoff entzieht, und damit gleichzeitig Salz-säure bildet, dann mit den übrig gebliebenen Elementen deselfteren sich vereiniget, eine besondere aus 4 Atomen Carbon,I Atomen Chlor, 2 Atomen Sauerstoff und 1 Atom Wasserstoffbestehende Verbindung, Cht oral genannt, als hauptsächlichstesProdukt hervor; gleichzeitig geht auch ein Antheil Chlor mitAethyl in Verbindung und bildet Aethnlchlorür, gewöhn-lich leichter Salzäther oder Salznaphta genannt,wie auch aus den Bestandtheilen des Weingeistes Aldehyd*)(S.588), Essigäther, ja selbst Chloressigäther hervor-gehen ; durch weitere Reaktion des Chlors aufAether bildet sich dersogenannte Chloräther**) aus 4 Atomen Carbon, 3 Atomen

*) Man sehe Neuestes aus der Pharmacie, 4. Heft, S. 3 u. s. w.") Man unterscheidet jedoch mehrere in ihrer ZusammeüsHmig ab-