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2 (1844) Pharmaceutische Präpratenkunde als Erläuterung der in der österreichischen Pharmacopöe enthaltenen, so wie der sonst noch am meisten gebräuchlichen, besonders der neuesten zubereiteten Arzneimittel
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Vii

III. Pfian)tnbllsen.

Mau hat im organischen Reiche Bestandteile gefunden,die mehr oder weniger deutlich ausgesprochene basische Eigen-schaften besitzen, und diesem gemäß erstere Alkaloide, letz«tere Subalkaloide genannt, während andere aus vegeta-bilischen so wie thierischen Substanzen abgeschiedenen Edukte sichchemisch indifferent verhalten; da dieselben in der Regel dieeigenthümlichen Wirkungen der Vegetabilien und animalischenStoffe äußern, so gab dieser Umstand Veranlassung, sie medici-nisch anzuwenden, wozu sie vorzugsweise geeignet scheinen, alssolche schon in sehr kleinen Gaben auf den Organismus wirken,sich in mehrfacher Form verordnen lassen, und auch stets gleichför-mig verhalten; doch kommt in Betracht, daß die beabsichtigteReinwirkung der alkaloidischcn und analogen Stoffe im Allge»meinen nicht in allen Fällen dem bezüglichen Heilzwecke entspricht,da die anderen Bestandtheile der als Heilmittel gebrauchten Pflan-zen und Thierprodukte auch einen wesentlichen Antheil auf die arz-neiliche Aktion haben, und jene oft wesentlich so wie mehr zusa-gend modisiciren, weßhalb deren ausschließliche Benützung sichkeinenfalls erhalten hat, außerdem ist die Darstellung dieser nahe»ren Bestandtheile im reinen Zustande mit großen Schwierigkei-ten und Kosten verbunden, daher nur wenig Ausbeute, beson-ders wenn man nur kleine Mengen oder nicht ganz qualität-mäßige Pflanzentheile :c. iu Arbeit nimmt, erhalten wird, auchsolche große Umsicht und Aufmerksamkeit erheischt, so zwar,daß sie bei einer nicht sehr genauen Manipulation durch die ein-wirkenden Säuren, Alkalien und höhere Temperatur umgewan-delt und entmischt werden; endlich setzen derartige Arbeiten be-sondere Apparate und sonstige Vorrichtungen voraus, die nichtin jeder Apotheke vorhanden sind, aus welcher Ursache auchderen Darstellung selten in den pharmaceutischen Laboratorienvorgenommen, demnach auch im Nachfolgenden nur die Berei-tungsart der wichtigsten alkaloidischen Stoffe aufgenommen undnäher erläutert wird.

Nach Ansicht des Verfassers käme es bei Darstellung derzum medicinischen Gebrauche bestimmten alkaloidischen und der-gleichen näheren Stoffe weniger auf ihre chemische Reinheit als

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