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ders unter Einfluß des Lichtes, ja selbst durch die Länge derZeit eine Zersetzung, indem sich Schwefel als weißliches fein-krnstallinisches Pulver zuerst an der Oberfläche derselben abson-dert, der sich später zu Boden senkt, in welchem Verhältnissesich solche immer blässer und endlich ganz entfärbt zeigt; sonsterleidet sie durch Säuren, Metallornde und deren Salze eine Zer«fetzung, worauf sich dessen Anwendung als Neagens gründet.
Die nach der kn»rm. boru«3., dllv»r. dargestellte Hydro»thion-Ammoniakfiüssigkeit bildet anfangs eine farbenlose, durchEinfluß der Luft (welche Sauerstoff an den Wasserstoff abgibtund Schwefel frei macht, der von der übrigen Verbindung zueiner höheren Schwefelungsstufe aufgenommen wird), aber gelb»lich werdende Flüssigkeit, die gleichfalls nach Schwefelwasserstoffund schwach nach Ammoniak riecht, sonst die vorhin angegebeneZersetzung erleidet, nur daß Säuren aus dem ungefärbten Flui.-dum bloß Schwefelwasserstoffes abscheiden, ohne Schwefel zufällen, was nur der Fall ist, wenn solches gelb geworden.
Ein, kein überschüssiges Ammoniak enthaltendes Präparatbewirkt in der Vittersalzsolution keinen Niederschlag; sonst mußeö klar, ohne Bodensatz seyn, verdünnte Säuren müssen reichlichSchwefelwasserstoffgas entwickeln und Schwefel fällen.
Bei den altern Aerzten war der Beguinsgeist in Ansehen,welcher als ein, den Organismus schnell durchdringendes und dieExcretionen beförderndes Mittel, demnach in der Gicht, Harn<rühr, Blasenkatarrh, Leucorrhöe:c. in kleinen Gaben in ver-dünntem Zustande, besonders einem Syrup zugesetzt, angewendetworden, denn in größeren Gaben wirkt er giftig; mit 3 TheilenWeingeist vermischt bildet solcher den früher gebrauchten:
L'inotui» 8ullur,8 volulilis Hollmgnni, so wie 1 Drachmedesselben 1 Unze einfachem Syrnp zugesetzt den s^rupuz «ullu.ret'lLu«.
»^) I^uoi' aminonii taNarici,
V. I^iczuor cornu eervi tÄrtari8lltu8, welcher nach einigen Phar-makopoen ossicinell, wird durch Neutralisation des Hirschhorn-geistes mit Weinsäure, wie S. 730 angegeben, erhalten.