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2 (1844) Pharmaceutische Präpratenkunde als Erläuterung der in der österreichischen Pharmacopöe enthaltenen, so wie der sonst noch am meisten gebräuchlichen, besonders der neuesten zubereiteten Arzneimittel
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wird; diel'nnrln. »gxon. und andere Vorschriften gebe» nachste-hendes Verfahren an:

Aetza m m o nia kflüssigke i t 4 Unzen,gewaschene S ch wefel b lu men I Unze, wer-den durch Schütteln untereinander gemengt, dann wie S. 638beschriebe», mit Hyorothiongas imprägnirt, bis der Schwefelaufgelöst worden, welche Flüssigkeit dann aufbewahrt wird.

Da gehörig verfahren das Ammoniak sich gänzlich mitSchwefelwasserstoffgas sättigen und dann Schwefel auflösenkann, so bekommt man eine, kein freies Ammoniak enthaltendeund falls auch hinreichend Schwefel vorhanden war, fünffachSchwefelammonium enthaltende Flüssigkeit, oder das liqu,dehydrothwnigsanre Ammoniak/ das sich auch bildet, wenn manfünffach Schwefelkalium und Salmiak einer Destillation unter-wirft, oder in das auf die vorbeschriebene Weise erhaltene am-moniakhältige Präparat nach Zusatz von Schwefel, Hydrothion-gas, bis vom selben nichts mehr aufgenommen wird, einleitet.

Wesentlich verschieden ist der nach der lnari». borus«.,b»?2,'. u. m a. dargestellte I^czuor »mmonii «ulluiati 8. !,)'.^lotnionlei, welcher darzustelle» ist, wen» man in Aetzammoniak-fiüsslgkeit (allein) wie S 640 beschrieben, Schwefelwasserstoff-gas leitet, als solches noch absorlnrt wird, wo sich zweifachhydrothionsaures Ammoniak, oder nach der neuern Ansicht Hydro-thion-Schwefelammonium bildet, das im vorhandenen Wafferaufgelöst bleibt.

Der nach der ursprünglichen Vorschrift bereitete V cgu i n's»geist bildet eine orangegelbe, durchdringend nach Schwefel-wasserstoff und Ammoniak riechende, an der Luft starkrauchendeFlüssigkeit, während das nach der gegenwärtigen Vorschrift be-reitete Präparat merklich blässer ist, auch stärker ammoniakalischriecht; wenn aber, wie angegeben, noch mit Schwefel inBerührung gesetzt worden, so ist dessen Farbe gelbrotl), besitzteinen stärkern Hndrothiongeruch und läßt sich mit Wasser nichtunverändert mischen, sondern es scheidet sich ein Antheil Schwe-fel ab, eben so einer Destillation unterworfen, indem ein we-niger schwefelhaltiges Schwefelammonium als siüchtiger über»geht; sonst erleidet die Schwefelammoniakflüssigkeit überhaupt,der Luft ausgesetzt, so wie in nicht ganz vollen Gefäßen, beson-