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zerstoßen in eine untubulirte Retorte bringt und mittelst einessogenannten horizontalen Glastrichters (in dessen Ermanglungdurch eine weite zweckmäßig gebogene Glasröhre), der bis in denBauch der Retorte reicht — nachdem man zuvor in den Hals derRetorte einen Zylinder von Papier geschoben — vorsichtig die vor-geschriebene Menge englisches Vitriolöl hinzusetzt, damit keinVerspritzen desselben Statt finde, wie mau auch, wenn Allesdurchgegangen, den Trichter und dann den Papierzylinder her-auszieht, um jede Verunreinigung des Retortenhalses zu ver-meiden.
Die Retorte stellt man nun in ein Sandbad, legt an solcheeinen Ballon an, setzt mit diesem eine dreihalsige, dann einezweiyalsige Flasche in Communication, und zwar den Ballonmit der ersten Flasche durch ein gleichschenkeliges, diese mit derzweiten Flasche aber durch ein «»gleichschenkeliges Rohr, dessenlängerer Schenkel in letztere ziemlich tief hinabreicht; es ist gut,die Stöpseln, worin die Verbindungsröhren :c. befestiget werden,mit weißem (geschmolzenen) Wachs zu imprägniren, um sie vordem alsobaldigen Zerfressen durch die sauren Dampfe zu schützen;der Ballon bleibt ganz leer; in die dreihalsige Flasche kommtsoviel destillirtcs Wasser, daß das im dritten Halse befestigteSicherheitsrohr einen starken Querfinger hoch sich darin einge-taucht befindet, in die zweite Flasche kommen 8 Unzen Wasser;sämmtllche Fugen werden mit einem fetten Kitt (S. 646) unddarüber mit einem Gipsbrei, mit Ausnahme der zweiten Mün-dung der letzten Flasche, die nur leicht mit einem Stöpsel ver-schlossen wird, vermacht. Nachdem man alles über Nacht stehengelassen hat (wo in der Regel wegen Statt findender Reaktion undErwärmung der Ingredienzien schon etwas Flüssigkeit verdampftuud in der Vorlage sich condensirt), wird dann anfangs gelin-des, nur mäßig verstärktes Feuer gegeben, damit der Retorten»Inhalt nach und nach ins Schmelzen komme, dann gelinde siedet— ansonst leicht ein Uebersteigen desselben erfolgt — und diegebildeten Dampfe in ziemlich schnell auf einander folgenden Tro-pfen sich condensiren, zu welchem Zwecke man auch den Ballonmit öfters gewechselten nassen Tüchern abkühlen muß; wenn beiverstärktem Feuer nichts mehr Tropfbares übergeht und keinerothen Dampfe in der Retorte mehr zu bemerken, wird die Opera-