,5''
— 652 —
unmittelbaren oder mittelbaren Darstellung pharmaceutischer Prä-parate in Anwendung kommt, wie solche schon früherbin mehr-seitig besprochen worden.
Selten mehr wird das beim Zusammenbringen uon Koch-salz und Vitriolöl entwickelte salzsaure GaS zur Zerstörung derMiasmen gebraucht, nachdem Chlorgas (S. 9) entsprechendereDienste leistet.
t3. ^eiäum nitlieuin.
^eiäuin 22oliouin, Salpetersäure, Stickstoff-saure. <
Diese aus 1 Atom Stickstoff und 5 Atomen Sauerstoffbestehende Saure kommt in der Natur nur an Vase» gebundenvor, kann im isolirten Zustande weder aus den Vestaodtheilengebildet werden, noch bestehen, demnach solche nur als Hydratbekannt ist — Nach der österreichischen Pharmacopöe ist dieselbevon viererlei Beschaffenheit vorrächig zu halten, nämlich:
«^) ^ciciuiu nitricc» - nitrogum.
Hci<Il>in nitro50 - nNricuin, ^cicluiu 5. siiiiitu« nitritum»«», salpetrige Salpetersäure, salpetersauresalpetrige Säure, rauchende Salpeter-oder Stick-stoffsaure, zu deren Darstellung nachstehende Vorschrift ge-geben wird:
Zerstoßener und getrockneter Salpeter4 Pfund, werde in eine Glasretorte gebracht und mit Vorsicht
concentrirte Schwefelsäure 3 Pfund und10 Unzen hinzugebracht, dann wenn nach den Regeln der Kunstdie Wou lfe'schen, mit der Sicherheitsröhre verseheneu Vor»lagen, deren erste leer bleibt, in den übrigen aber
destillirtes Wasser 1 Pfund vertheilt, ange-legt worden, aus dem Sandbade destillirt. Die in der erstenVorlage befindliche Säure wird für sich, eben so die in den übri-gen Flaschen enthaltende verdünnte Salpetersäure aufbewahrt.
Zu bemerken kommt: Um ein reineö Präparat zu erhalten,ist es vor Allem nothwendig, nur gereinigten Salpeter zunehmen, weil es weniger umständlich ist, diesen, als das hier-aus dargestellte Edukt von einem Chlorgehalt zu befreien; selben