Druckschrift 
2 (1844) Pharmaceutische Präpratenkunde als Erläuterung der in der österreichischen Pharmacopöe enthaltenen, so wie der sonst noch am meisten gebräuchlichen, besonders der neuesten zubereiteten Arzneimittel
Entstehung
Seite
554
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

5546. Natrium.

Das Natrium (Naironlum «. 8aälum «. Natrium) istdie metallische Grundlage des Natrons, welch beide einenBestandtheil vieler pharmaceutisch wichtigen Verbindungen aus-machen ; für sich findet das Natron oder das Natriumoxydkeine unmittelbare medicinische Anwendung, wohl aber zur Dar-stellung anderer Präparate, zu welchem Zwecke man sich ent-weder eine Aetznatronlauge oder das Natron Hydrat(Aehnatron) darstellt; erstere

I^ixlfillm o»u5ticum lnineraliz, 8»r,onar!uin, Liquor n^ära-ti» üÄtris-i, auch Seifensiederlauge genannt, wird wieS 384, oder wie die Aehkalilauge (S. 446) derart bereitet, daßman kohlensaures Natro n 1 Theil in

reinem Wasser 15 Theilen auflöset, die Flüssig-keit zum Sieden bringt, dann

reiuen Aeh kalk '^ Theile früher in ein Hy-drat versetzt zusetzt, und weiters noch so lange kocht, bis dieZersetzung des erster», vollkommen erfolgt ist, sohin eine Probeder klaren Flüssigkeit weder mit Säuren aufbraust, noch durchKalkwasser getrübt wird, dann Alles in ein.» erwärmte Flaschefüllt, diese gut verstopft, ruhig bis zur Ablagerung des kohlen-sauren und überschüssig angewendeten Kalkhydrates stehen läßt,dann das klare Fluidum (S. 448) absondert, das Sedimentnoch auf die, eben angegebenen Ortes beschriebene Weise aus-laugt, sämmtliche Flüssigkeit bis zu einem spec. Gewicht von1,339 1,340 durch rasches Abdampfen in einer blanken eiser-nen Pfanne concentrirt und solche zum weiter» unmittelbarenGebrauche verwendet, oder in Glasstaschen, diese gut vermacht,aufbewahrt.

Soll trockenes Aehnatron (Natron h y d rat, Na»trum n/c!i2tum 5 eauZNeuni, 3o6a purg) dargestellt werden,so wird die besagte Lauge in einer blanken eisernen (versilberten)Pfanne weiters abgedampft, bis das als Auflösuugsmittel vorhan?den gewesene Wasser entwichen ist, sohin das zurückbleibeudsHydrat so ruhig wie Oel fließt, welches nun auf eine schwachbeölte Marmorplatte oder dergleichen Blech ausgegossen und