Druckschrift 
2 (1844) Pharmaceutische Präpratenkunde als Erläuterung der in der österreichischen Pharmacopöe enthaltenen, so wie der sonst noch am meisten gebräuchlichen, besonders der neuesten zubereiteten Arzneimittel
Entstehung
Seite
555
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

555

»ach dem Erstarren, aber noch warm, in ein zuvor erwärmtes,alsobald wohl zu «erschließendes Glasgefäß aufbewahrt wird.

Nachdem der Erfolg des Zusammenbringenö der Zuthaten,so wie der dießfälligen Manipulation sich gleich der Darstellungdes Aetzkalis «erhält, nur daß hier die gleiche Natronverbindunghervorgeht, so wird das Weitere auf S. 451 verwiesen.

Das so erhaltene Aetznatron bildet eine weiße, feste, sprödeMasse, die ein faseriges Gefüge zeigt, einen sehr ätzend lau-genhaften Geschmack besitzt, an der Luft anfangs Feuchtigkeit,dann aber Kohlensäure anzieht, daher «erwittert, sich in Wasserunter bedeutender Temperaturerhöhung, wie auch in Wein-geist auflöset,- wie es andererseits wieder mehrere Stoffe aufzu-lösen und mit solchen besondere Verbindungen einzugehen imStande ist.

Die Aetznatronlauge bildet gleichfalls eine klare, starkätzende Flüssigkeit, die bezüglich ihrer Reinheit, wie die Aehkali-lauge (S, 453) und so auch daö trockene Natronhydrat geprüftwerden kann. »

Die Natronlauge wird nebst anderen zur Darstellung dermedicinischen Seife angewendet.

Die wichtigsten medicinisch angewendeten Natronsalze sind:

^cet35 «oäae, 83I «ollg« aceticun», I'eril» loligta tai-tarior)ztilll!«2l2, essigsaures Natron, Soda-Acetat,frystallisirte Weinsteinerde.

Die Vorschrift zur Darstellung dieses Salzes lautet:

Gereinigtes kohlensaures Natron einebeliebige Menge, werde in einem zinnernen oder silbernen Ge-fäße mit verdünnter Essigsäure übergössen, erwärmt, dann vonletzterer noch so viel zugesetzt, als zur vollständigen Neutralisationnothwendig, die Flüssigkeit dann filtrirt, abgedampft und zumKrnstallisiren gebracht, welche Krystalle getrocknet und aufbe-wahrt werden.

Zu bemerken ist: Im Allgemeinen verfährt man, um die-ses Salz zu erhalten, wie S, 45 naher angegeben, demnachwenn kein Aufbrausen mehr zu bemerken, man die Flüssigkeitbis zum Sieden erhitzt und untersucht, ob solche neutral, wo,

.