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2 (1844) Pharmaceutische Präpratenkunde als Erläuterung der in der österreichischen Pharmacopöe enthaltenen, so wie der sonst noch am meisten gebräuchlichen, besonders der neuesten zubereiteten Arzneimittel
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Feuer ausgehen läßt, den Tiegelinhalt noch warm in ein Glas-gefäß mit angemessen weiter Mündung bringt, die mit einemgenau passenden eingeriebenen Stöpsel verschlossen und überdießverbunden wird, worin sich der Kalk längere Zeit hindurch un-verändert erhält.

Durch das Glühen wird die Abscheidung der Kohlensäureund des vorhandenen Wassers beabsichtiget, jedoch in einem he»deckten Tiegel kann man den kohlensauren Kalk bis zum Schwel»zen erhitzen, ohne daß er ätzend wird, weßhalb nothwcndig, daßder Tiegel am Boden eine angemessene große Oeffnnng habe,nur leicht bloß um das Einfallen von Asche :c. zu verhindern bedeckt, und auf den Rost des Windofens gestellt, damiteine Luftströmung bewirkt werde, wodurch die Kohlensäure weg-geführt wird; auch Wasscrdämpfe bewirken die Austreibung derKohlensäure, daher man auch, besonders da zur Abschcidungder letzten Antheile derselben eine große Hitze erforderlich ist,entweder von Zeit zu Zeit ans den glühenden Inhalt des Tiegelsvorsieh tlg Wasser tropfen oder besser nach ungefähr halbstün-digem Glühen denselben mit Wasser befeuchten, und das erhal-tene, aus Kalkhydrat und ungebranntem kohlensauren Kalk be-stehende Gemenge in denselben Tiegel, aber nur ganz leicht ge-schichtet denn wird solches fest eingedrückt, so wird der Kalkgleichfalls nur unoollstandig gebrannt einer nochmaligen biszum Glühen des Tiegels verstärkten Hitze aussetzen kann, wo dannum so vollständiger und leichter mit den Wasserdämpfen auch dieKohlensäure abgeschieden wird.

Man kann zwar auch das Brennen des Kalkes unmittelbarin einem Ofen zwischen Kohlen vornehmen, dann wird aber dieOberfläche desselben durch die Alche, welche in der Glühhitze leichtmit jenem zusammenschmilzt, verunreiniget, was eine sorgfältigeEntfernung der ober» Schichten nothwendig macht, und dannkönnen größere Stücke inwendig noch unveränderten kohlensaurenKalk enthalten, welche im zerbrochenen Zustande nochmals ge-glüht werden müßten.

Der reine Kalk oder das Calci um oryd bildet eineweiße, feste, harte, zerreibliche Masse, die geruchlos ist, abereinen scharf ätzenden Geschmack besitzt, an der Luft, anfangsFeuchtigkeit anzieht, zu einem Pulver zerfällt, dann aber auch