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Kohlensäure aufnimmt, und in haldkohlensaures Kalk-hydrat übergeht; mit Wasser übergössen, saugt er solches de-gierig ein, zerfällt dann unter Knistern, großer Erhitzung undAusstoßen kalkhaltiger Wasserdämpfe in ein weißes Pulver, dasKalkhydrat ist, welches dargestellt wird, wenn man 2 TheileKalk mit I Theil drstillirtem Wasser in einem steingutenen Ge-fäße besprengt, und das gebildete Pulver durchgesiebt, in eineFlasche fest eingedrückt und luftdicht «erschlossen aufbewahrt. —Mit einer größern Menge Wasser zusammengebracht, bildet dasKalkhydrat einen Brei, gelöschter Kalk geheißen, mit nochmehreren! aber die sogenannte Kalkmilch; sonst ist der Kalkstrengflussig und in mehreren Säuren auflöslich.
Fehlerhaft erscheint der Kalk, wenn solcher gefärbt ist,mit Wasser sich nur langsam erhitzt und unvollkommen zu einemstellenweise dnnkel gefärbten Pulver zerfällt, in Salzsäure zumTheil mit Brausen und unvollständig sich auflöset, die Solutiongefärbt, durch reines Ammoniak, so auch mit Blutlaugensalzeine Trübung und Niederschlag erfolgt. — Ein geringer Ge-halt von Thon- und Kieselerde ist bezüglich der vharmaceutischenBenützung zu übersehen, nicht aber wenn er metall , vorzugs-weise eisenhaltig ist, oder an der Luft Feuchtigkeit und Kohlen-säure angezogen hat, wo er zu den meisten chemischen Arbeitenunbrauchbar ist.
Der Kalk wird medicinisch nur als Aetzmittcl oder alssogenannte IVIoxa äußerlich, innerlich aber im aufgelösten Zu-stande, chemisch aber zur Darstellung mehrerer Präparate, wiedes Aehkali- (S. 40), Aetzmnrons (H. 384) u. m. a, wie weiter-hin noch vorkommen wird, gebraucht; eigentliche kalkhaltige Arz-neimittel sind:
Kalkwasser, wässerige Kalkso lution.
Dasselbe wird vorschriftsmäßig dargestellt, wenn manfrisch gebrannten Kalk 1 Pfund, mitdestillirtem Wasser 20 Pfund, nach und nach
löscht, dann Alles in eine gut zu verschließende Flasche füllt, vor
dem Gebrauche aber die klare Flüssigkeit abgießt und nach dem
Filtriren aufbewahrt.