422
pfen mit schleimigen Flüssigkeiten versetzt, so wie auch als Salbe':4 Gran des Salzes mit lUnze Schweinefett zusammengerieben,angewendet; nur ist mit der Steigerung der Gaben sehr vorsich-tig vorzugehen, da eö dann all» scharfes Gift wirkt.
3. Calcium.
Das Calcium ist die metallische Grundlage des Calcium-orydes, gewöhnlich Kalk, auch lebendiger, gebrann-ter oder ätzender Kalk, dann Kalkerde (Oxvclum c»l-cieum, (^ulmum nxvclatnm, (^»Ix vi,« «. u5l», <?,»Iczrinlneaulinouiu) genannt, welcher im Großen durch Glühe,, des häu-fig natürlich vorkommenden Kalksteines in Gruben, Meilern undOefen dargestellt wird, daher solcher, wie in der I. Adtheilungdes Commentars S. 46 näher angegeben, eine vharmaceutischeWaare und einen lokalen Handelsartikel ausmacht. Da aber derso vorkommende Kalk nicht selten Eisen, Thon-, Kieselerde :c.beigemengt enthält, er also nicht zu allen Zwecken anwendbarist, so wird es nöthig, sich zu solchen
<ü»Ix viva vnra, Ox^äun» oäloieum ^»nlum, reinen Aetz-kalk, reines Calcium ornd darzustellen, wozu sich ambesten Carara-Marmor oder auch reiner Kalkspath, minder Kreide,dann Austerschalen eignen; denn wenn auch diese ausgekocht undjene geschlemmt worden, so enthalten sie doch noch andere Bei-mengungen, wehhalb diese nur in Ermanglung früher besagterreiner kohlensauren Kalkarten, und zwar möglichst durch Aus-kochen und Schlemmen gereiniget, zu nehmen sind; sonst werdensolche in kleine Stücke zerschlagen oder zerbrochen, in einen ge-räumigen eiserneu, in dessen Ermanglung auch irdenen, imBoden durchlöcherten Tiegel gebracht, selber leicht mit einemDeckel bedeckt, unmittelbar auf den Rost eines gut ziehendenWindofenS gestellt, letzterer mit Kohlen angefüllt und diese insBrennen versetzt, damit der Tiegel zum heftigen Glühen gelange,welche Hitze man so lange unterhält, bis eine aus der Mitte desTiegels herausgenommene Probe mit Wasser angefeuchtet, sichstark erhitzt, ganz zu einem weißen Pulver zerfallt, und sich inverdünnter Salzsäure ohne Brausen auflöset; wornach man das
>5