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Flüssigkeit bis zur Abscheidung alles Eisens geschüttelt werde»muß; die nun adfiltrirte Flüssigkeit wird in einer Porzellanschalebei gelinder Wärme, aber ohne Verzug, bis zum Krystallisations-punkte abgedampft, dann an einen kühlen Ort gebracht; dievon der Mutterlauge — welche weiter concentrirt, noch aufdasselbe Salz benutzt werden kann — getrennten Krystallewerden alsobald zwischen weißem Fl,eßpapier abgetrocknet, undin wohl zn verschließenden Gefäßen aufbewahrt.
Die Bildung dieses Präparates läßt sich aus dem S. 315Gesagten leicht erklären ; ist nämlich in der Flüssigkeit Eisenjodürenthalten, so findet unter Entweichung der Kohlensäure ein Aus-tausch der Bestandtheile zwischen dem Barit und jenem Statt,in dessen Folge Eisenorydul abgeschieden, Bariumjodid aberaufgelöst bleibt; oder das hydrojodsaure Eisenorydul wird mitBaritcarbonat zusammengebracht, so zersetzt, daß sich hydrojos-saurer Barit, dann kohlensaures Eisenorydul bildet, welch letz«teres aber leicht seine Säure (B. 145) verliert, demnach solchegrößtentheils unter Aufbrausen entweicht.
Diese Verbindung besteht aus
1 Atom Jod 61,79)
1 « Barium oder . 33,78 > in 100 Theilen,
1 » Wasser 4.43^
oder auch aus
1 Atom Hydrojodsaure .62 26) ^, .,
1 » Barit d. .. ^ ^> m 100 The.len,
und frystaUisirt in kleinen Prismen oder dergleichen Nadeln, diescharf salzig schmecken, an der Luft anfangs Feuchtigkeit anzie-hen , später auch weiter zerseht werden, indem ein Theil BaritKohlensäure ansieht, während andererseits Jod frei wird, dasdie übrige Verbindung braun färbt; iu Wasser löset sich solcheleicht auf; außer Luftzutritt erhitzt erleidet sie keine Veränderung,wohl aber unter deren Einfluß, wo das Jod größtentheils ent-weicht, und nur ein Theil desselben nebst Barit im Rückstandebleibt.
Dieselbe wird nach mehreren Aerzten als ei» specifisches Mit-tel in scrophulösen und anderen Drüsenleiden in der Auflösung:I^i^uor dai-ytao n^llroja^ioae, auf jede Unze destil-lietes Wasser 2 Grau Salz gerechnet, und davon 10 —20Tro-
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