— 411 —
Z. ^lulllon glliuiuinozum I^iveril,
Alaun puloer I Drachme, werde mit demWeiße» eines Eies zu einer Salbe geschlagen,dazu auf Verlange»
Kamphergeist 2 Drachmen gemischt.
«. Blumen »2«c:n2lii!um,
A l a u n z u ck e r.Ilp. Gepulverter Alaun 6 Unzen,
» Venetian er Bleiweiß 6 Drach.,
» Zinkv itri o l 3 Drachmen,
» weißer Zucker 1'/^ Unze, werden
genau vermengt, mit der hinlänglichen Menge einer auö gleichenTheilen Eiweiß und destillirtem Efflg bestehenden Mischung zueinem Teige augemacht, aus welchem dann Zellchen geformt, diegetrocknet, aufbewahrt werden. - Selbe wurden ehemals zuCollyrien und zu kosmetischen Zwecken verwendet.
Nicht zu verwechseln ist dieser Alaunzucker mit dem ver-süßten Alaun (Blumen <lu!ce «. liueelilliÄtum, 8»coli2iuln»lulninalum), welcher nach der preußischen Pharmakopoe durchVerreiben von gleichen Theilen Zucker und Alaun gewonnen,hauptsächlich als Ingredienz des Z it tm an n'schen Dekoktes(man sehe unter den pharmaceutischen Zubereitungen) verwendetwird, woraus man früherhin gleichfalls mittelst Eiweiß Zeltchenformirte; jedoch kommt noch zu bemerken, daß unter obiger Be-zeichnung die österreichische Pharmakopoe vom Jahre 1765 dengereinigten Alaun aufführt.
Andere alaunhältige Zubereitungen sind unter den phar'maceutischen Präparaten zu finden.
3. üar^niu.
Das Barium ist die metallische Grundlage des Barium-orndes oder Barits, welcher in der Namr hauptsächlich nur mitKohlen-, Kiesel- und Schwefelsäure verbunden vorkommt, wor-unter der schwefelsaure Barit, gewöhnlich Schwer-spath (3^«t!ium ii,)!i<lero5um) genannt, das am häusigsten