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erdesulfat, gewöhnlich Alaun (Blumen) genannt, welchereinen bedeutenden Handelsartikel ausmacht, und deßwegcn alspharmaceutische Waare in der I. Abtheilnng des CommentarsS. 18 nach den nölhigen Beziehungen erörtert worden; da derkäufliche Alaun nicht selten eisen-, zuweilen auch kupferhältigist, so wird es nöthig, ihn zum medicinischen Gebrauche zu rei-nigen , was, um nämlich den
Blumen cls^ni-gtuin
zu erhalten, nachstehender Weise geschieht:
Käuflicher Alaun 2 Theile, werde inlochendem reinen Wasser 3Theilen aufgelöst,die Solution durchgeseiht und in einem steingutenen Gefäße ge-sammelt, worin man sie unausgesetzt bis zum Erkalten mit einerhölzernen Spatel umrührt, das sich abgesonderte krnstallinischePulver auf ein Seihetuch bringt, die Flüssigkeit abtropfen läßt,jenes mit etwas kaltem Waffer abwäscht, dann in 20 Thcilenheißem Wasser auflöset, die Flüssigkeit heiß filtrirt, durch Ab»dampfen coucentrirt und nun ruhig stehen läßt, den sich heraus-frystallisirenden Alaun trocknet, die Mutterlauge noch weiteisabdampft und auf dasselbe Salz benützt, als dieses noch reinerhalten wird.
Die angegebene Reinigung gründet sich darauf, daß derAlaun viel mehr kaltes als heißes Wasser zur Auflösung bedarf,daher in letzterem aufgelöst, durch gestörte Kristallisation sichgrößlentheils wieder pulverig abscheidet, während die Beimen-gungen in der Lauge aufgelöst bleiben, daher solche zu beseitigen;durch Umkrystallisiren wird er in die gewöhnliche Form undWassergehalt verfehl.
Der reine Alaun frystalljsirt in ungefärbten durchsichtigenglasglänzeuden, verschiede» veränderten Oktaedern, besitzt einensüßlich zusammenziehenden Geschmack, befchlägt sich an der Ober-fläche mit einem weißen Pulver, braucht etwas über 18 Theilekaltes und 5/4 Theile kochendes Wasser zur Auflösung; erhitztschmilzt er, verliert darauf sein Krystallwasser, während welchemer sich aufbläht, und in eine weiße schwammige Masse übergeht,die nun wasserfreier Alaun ist; noch weiter und stärkererhitzt, erleidet er eine Zersetzung, indem die Thonerde ihre