— 325 —
aufgenommenes Mittel, welches erhalten wird, wenn man
Zinn 4 Theile,
Antimon 6 Theile zusammenschmilzt, dann zuBlättchen ausgießt; die weiter mechanisch zertheilte Legirung mit20 Theilen Salpeter vermengt und in einem Tiegel verpuffen,die Masse noch eine Zeit lang mäßig erhitzt, dann erkalten laßt,nun sie pulvert, mit warmem Wasser auswäscht, das nickbleibendePulver durch Schlemmen von den gröber» Theilen trennt, end-lich das feine Pulver sammelt, und bei gelinder Wärme trocknet.Durch den Salpeter werden beide Metalle orydirt, jedochgleichzeitig auch Verbindungen des Kali mit Antimonsäuren (wo-von unter der Rubrik: ^nlimon. äi»z,tiureticum e.'n Näheresvorkommt) und Zinnoxyd gebildet, die sich zum Theil in Wasser auf-löse», daher das besagte Mittel aus Zinnorvd Kali und dem soge-nannten ausgewaschenen schweißtreibenden Spießglanz besteht,ein weißes, in Wasser unlösliches, daher auch geschmackloses Pul-ver darstellt.
11. Htidwm.
^nnmanium, Antimon, auch Spießglanzmetallgenannt, ist ein pharmaceutisch. medicinisch wichtiges Metall,von dem es eine große Anzahl Präparate gibt; die wichtigstenderselben sind:
Nozuluz »ntlmonii, reines Antimon, Spießglanz-könig, von welchem wieder unterschieden werden:
«. l^L3uIu8 »ntimonil 8 iINPlex.Nezuluz gnnmonii mellicinaliz, gemeiner oder m e-dici nischer Spießglanzkönig.
Derselbe wird nach der altern österreichischen Pharmakopoeund mehreren andern Dispensatorien dargestellt, wenn man:Schwefelantimon 4 Theile,rohen Weinstein 3 Theile,Salpeter 1'/- Theil, jedes für sich zu Pulverzerrieben mengt, dieses Gemenge in kleinen Portionen mittelsteines eisernen Löffels oder Spatels in einen zuvor glühend ge-machten Ipser Schmelztiegel einträgt, darauf letzteren bedeckt,