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2 (1844) Pharmaceutische Präpratenkunde als Erläuterung der in der österreichischen Pharmacopöe enthaltenen, so wie der sonst noch am meisten gebräuchlichen, besonders der neuesten zubereiteten Arzneimittel
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Doch ist zu bemerken, daß die Bezeichnung 8t»nnum inu^rintieum eine zweifelhafte Bezeichnung ist, und wenn nicht aus-drücklich ox^öalum beigesetzt wird, wohl auch das salzsaureZinnoxydul verstanden jenn kann, welches

MuriZ8 ox)-<luli «tnnni, dnloiursluin «tgnni n^drnwln, salz-sau r e s Z i n n p r o t o r y d, Z i n n ch l o r ü r t) y d r a t, R i e ck ein: »Die neuern Arzneimittel« S. 562 ausschließlich berück-sichtigte, und nachstehende Bereitungsart zu dessen Darstellunggibt:

Sehr fein gekörntes Zinn werde in eine tubulirte Retortegebracht, diese in ein Sandbad gestellt, mit einer Vorlage, unddiese durch eine ungleichschenkelige Röhre mit einer Wasser ent-haltenden Flasche in Verbindung gesetzt, so daß deren längererSchenkel in das Wasser taucht; nun wird durch den Tubulusauf das Metall:

concentrirte Salzsäure (3Theile) gegossen und ge-linde Wärme gegeben, bis die Auflösung deö Zinns fast erfolgt ist,wornach man weiter erhiht, damit das gebildete Salz nach demErkalten krystallinisch gesteht, das man sorgfältig vor dem Zu-tritte der Luft in wohl zu verschließende Gefäße aufbewahrt.

Die Salzsäure löset das Zinn unter Wasserstoffgaöent-Wicklung nach der älteru Ansicht als salzsaureS Zinnory-dnl, oder nach der neuer« Annahme als Zinnchlor ü r ans, undsolches krystallisirt dann in Verbindung mit3 Atomen WassernachVerdampfung deö überschüssigen Auflösungsmittels heraus; da»mit sich aber nur die besagte Verbindung bilde, ist es nöthig,daß ein Antheil Zinn ungelöst bleibe, dann daß während derganzen Operation der Luftzutritt abgehalten werde, da sonst auchverhältnißmäßig von der höhern Verbindungsstufe sich bildenkann.

Das salzsaure Zinnorydul krystallisirt in nadelfönnigcnPrismen, die sehr styptisch schmecken, an der Luft Feuchtigkeitund Sauerstoff anziehen, sich in wenig Wasser auflösen, miteiner größern Menge desselben zusammengebracht, scheidet sicheine basische Verbindung in Form eines weißen Pulvers ab;nicht minder wird jene Solution unter Einfluß der Lnft getrübt,

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