14 —
H
winkelig C^l) gebogenen Röhre verbunden wird, deren wagrech»ten Theil man in dem, die Mündung der Retorte genau schlie-ßenden Stöpsel, de» senkrechten aber in den mittleren Halsder dreihalsigr» Flasche, in den drillen HalS aber eine langegerade Rohre, das Sicher h ei tsroh r, auf gliche Weise befe-stiget, wie überhaupt sämmtlicheVerbindungsröhreu in die durch-bohrten Stöpseln, womit die Mündung der Flaschen geschloffen,eingeschoben werden. — Die Verbindung der ersten mit denübrigen Wo ulfeschen Flaschen geschieht mittelst ungleichschenk-licher Röhren, so daß der längere Schenkel immer in die nächst-folgende Flasche, und zwar bis nahe am Boden zu stehen kommt;in die erste oder dreihalsige Flasche gibt man nur so viel Waffer,daß besagtes Slcberheilsrohr etwa '/^ Zoll eingesenkt sich befin-det; die 2 Pfi!,'!) destilliltes Waffer sind so zu vertheilen, daßin die erste zweihalsi^e Flasche 16 Unzen, in die zweite aber8 Unzen hieven kommen; legr man eine dritte zweihalsige Flaschean, so kommt in diese Kalkmilch, damit das in den vorhergehen-den Flaschen etwa glicht absorbirte Chlor hier aufgenommen werte,und sich nicht im Laboratorium gasformig verbreiten könne.
Nachdem sämmtliche Fugen — mit Ausnahme des zweitenHalses der letzten Flasche, der bloß mit einem Korkstöpsel ver^schloffen wird' — mit einem aus Gips und Leinöhlfirniß angestoße-nen Kitt höchst sorgfällig vermacht, und die Flaschen mit Tüchernzur Abhaltung des Lichtes bedeckt worden sind, wird zu dem Re-torteninhalt die früher angefertigte Mischung von Schwefelsäureund Waffer eingegoffen, dann nach Verkittung des Tubulus an-fangs schwaches, später vorsichtig verstärktes Feuer gegeben, sozwar, daß wenn die Gasentwicklung zu rasch erfolgt, das Feuergleich wieder vermindert werden muß; entwickeln sich feinegelbenDämpfe mehr, so wird die Operation unterbrochen, nach demErkalten der Apparat auseinandergenommen, die in der Sicher-heitssiasche befindliche und so auch die kalkige Flüssigkeit derletzten Flasche weggegossen, das in der ersten und zweiten zwei-halsige» Vorlage befindliche Fluidum aber in, mit gut eingerie-benen Stöpseln versehene — am besten in mehrere kleine — Fla-schen gefüllt, welche man wohl vermacht, in schwarzes Papiereingewickelt, an eine»! kühlen Orte aufbewahrt.