454 Ausübung der Apochekerkunst. Fünftes Buch.
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Rellerwürmcr Wein.
Man niml zwei PfMde Kellerwürmcr: thut sie lebendigin zwei Pfund weißen Portwein; und nachdem sie einige T?aeaufgegossen gestanden haben, seih« man es durch uno orü'ktes stark ans: alsdann thut man zwei Quen^ciicu safrau d ir-zu; Omhlsalz, ein Quentchen; und Berm^insalz, zw«nCcrupel; und nach drei oder vier Tagen seihet man es znmGebrauch durch.
Dieses ist ein bewundernswürdiges Arzneimittel widcr dieGelbsucht, Wassersucht, oder irgend eine kachektische und un-gesunde Leibesbcschaffenheit. Es reiniget machtig alle Eingc-weide, und führet eine große Menge überfiWger Feuchtig-keiten durch den Urin ab. Es kann taglich zweimal zu zwoUnzen auf einmal gegeben werden.
(^ereuili» li^clro^ic».Bicrgetränke wider die Wassersucht.
Man nimt Gensiaschc, ein halbes Pfund; Meerrettich»wurzeln, vier Unzen; Schwcrtel, Kalmus, Alant, von je«dem zwo Unzen; Franzosenholz, Sassafras, Wachclderbee-ren, Möhrcnsamen, von jedem eine Unze; Senfsamen, zwoUnzen. Hangt alles in einem Sackgen in vier Maas Bierdas im Gahren ist.
Der letzt angeführte Schriftsteller hat dieses auch, mitstarken Empfehlungen in wassersüchtigen Zufallen. Die Ga-be ist ein Pfund, alle Morgen nüchtern.
Vvackoloerdier.
Man nimt gut geflossene Wacholderbeeren, vier Unzen;an der Sonne getrocknete Rosinen, ein halbes Pfund; hangtes in vier Maas Bier.
Dieses ist sowohl für den Magen als Gaumen angenehm;treibt die Blähungen ab; reiniget die Nieren und führet Gricsund Sand aus. Es kann auf zwei- bis dreimal des Tagesgetrunken werden.
l^ereniii» lunipera »Itera.
Ein «ndere» Xvackoldcrvier.
Man nimt gut geflossene Wacholderbeeren, ein Pfund;gekernte Sonnenrosinen, ein halbes Pfund; Tanncnspitzcn,Ct. Johanniskraut, Obermennig, Tausendgüldenkraut, vonjedem vier Hände voll; dünn geschnittene Enzianwnrzel, Kal»