Ausübung der Apothekerkunst. Fünftes Buch. 45 5
nius, Spanische Angeliknmrzel, und wl'nrer's Rinde, vonMm eine Unze. Thut alles zusammen in einem Säckchen inneun Maas Bier.
Dieses ist zu allen den Absichten, wie das vorige, gut;und ist noch besser für den Magen. Einige öffentliche Wuchs»Häuser machen und verkaufen es jetzt unter dem nämlichen Titel.
Leium siiiüpiuum.Scnfmolken.
Man nimt Milch, zwei Pfunde; kocht und macht sie mitdrei Löffel voll Senfsamen trübe und moliigt: die Mattenthut man weg, und hebt die Molken zum Gebrauch auf. -
Dieses ist von dem vorher beschriebenen Scnfbiere wenig«Uterschieden: ausser daß es in manchen Fallen, wo Malzge-tranke nicht schicklich sind, besser ist.
Meth.
Man nimt vom besten Honig, zehen Pfunde; gemeinesWasser, drei Maas Kocht es zusammen, his nach dem Er»kal:cn ein Ei ans selbigem schwimt; alsdann läßt nmn es ineinem reinen Gefäße setzen, gießet das Klare in ein Faßgenab, und thut zu jeden fünf Pfunden zwo Unzen ächten Franz»brandtwein hinzu, und stöpselt es zu.
Dieses pflegt ohne weiteres Zuthun zu gahren; und gibt,wenn es eine Zeitlang aufbehalten wird, ein angenehmes Ge«tränk ab. Manche thun noch, ihren verschiedenen Absichtenzu Folge, Kräuter hinzu, und machen es mehr oder wenigerreinigend, Urintrcibend, balsamisch, oder dergleichen, nach«dem dergleichen Ingredienzien Eigenschaften und Kräfte bc«sitzen.
Purgirenve Getränke:
8erum calliarlicum.Purgiermolken.
Man nimt frische ausgelesenc Damasccnerrosenknospen,eine Unze; thut sie in zwei Pfund Molken über Nacht lang!drückt es aus und trinkt es den nächsten Morgen.
Dieses ist unter einigen unserer Landjeute ein kraftigesPurgiermitiel; es pflegt ganz gelinde und durchaus zu wür-ken, und ist daher zur Reinigung der ersten Wege gut. DieMenge der Roftnknospcn kann abgeändert,werden, je nachdemts jemand stark verlangt.
Ich habe mich bei diesem Abschnitte etwas langer verwei«
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