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2 (1785)
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Ausübung der Apochekcrkunst. Fünftes Buch. 453

und Meerzwiebeln praparirt, von jedem eine halbe Unze;Andorn. eine Hand voll; die Rinde von HollunderwurzclnundAttich, von'jedem eine Unze; Wnnesblatter, anoerthal«be Unze; Lerchenschwamm, zwei Quentchen; Ingwers einQuentchen; weißen Wein, vier Pfunde. Lasset alles vicrzehenTa^e aufgegossen stehen, und seihet es alsdann zum Gebrauchdurch.

Oder: Man nimt Ginster, «nd Wacholderasche, vonje»dem eine Unze; Rheinwein, drei Pfunde. Mischet es undmacht eine Lauge; hierzu thut man blaue Schwerotlilicnwur«zeln, anderthalbe Unze; die innere Rinde von Hollundcrwur«zel und Attlck,, von jedem eine Unze; Bittersüßrinoc, einehalbe Unze; Rhabarber, zwei Quentchen; Mechoakanna, einehalbe llnzc; Senncsblätter, eine Unze; Feldkümmelsamen,sechs Quentchen; Sassafras-und Wincer» Zimmetrinde,,von jedem vier Ecrupel. Macht zwölf Stunden lang einenwarmen Aufguß; alsdann tbm man fünf Unzen weißen Zu»ckcr hinzu; Damastener» oscndlätter, zwo Hände voll; nachgehörigem Aufgüsse seihet mau cs zum Gebrauch durch.

Letzteres von diesen ist besser. Werden die Senncsblätterweggelassen, so ist es ein besseres Urintreibendes Mitte!. Dennje weniger cs durch Stuhlgang würket, desto mehr geht csins Bim und führet seine wäßrigen Theile durch den Urin aus.Es ist daher für wassersüchtige Lctbesbcschaffc>cheicen bcstimt;und pflegt dienlich zu seyn, wo schon von N ur ein Besire»den nach diesen Weg hin ist, wenn man bei Zeiten damit an»fangt und genau befolget. Die gewöhnliche Gabe ist alleMorgen nüchtern drei Unzen. Dieses ist ans dem Batcs;und Füller hat mit wenig Veränderung das nämliche.

Vinnm iÄericum.Xvein wider die Gelbsucht

Man nimt gröblich pulvcrisirte Knrkume, oder Gclbwur»zel, zwo Unz^n; Safran, zween Scrupel; Kochemlle, vierScrupel; Kellcrwürmer, drei hundert und zwanzig Stück:Canaricnsekt, zwei Pfunde; läßt alles sechs bis sieben Ta«ge aufgegossen stehen, und seihet es alsdann zum Gebrauchdurch.

Dieses ist leicht zu machen und nicht unangenehm zutritt»fcn; jedoch scheint der weiße Portwein schicklicher zu diescrAb»ficht zu seyn, als der Cananensekt. Es ist zu dem, was dieAufschrift ausdrückt, überaus gut, und kann zu zwo Unzen,drei' bis viermal des Tages , getrunken werden. Folgendesaber ist als das würtsamste zu empfehlen.