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2 (1785)
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Ausübung der Apothekerkunst. Viertes Buch. 445

Das gemeine Eaftpflasier kann statt des äi»cwiciti5 ge-nommen werden. Es ist vom vorhergehenden blos in Anst-builg der Seife unterschieden. Wenn irgendwo das Pooagrasich fest setzt und anfängt Geschwulst zu machen, so lege manein recht dickes und breites Pflaster daselbst auf,- und ob esschon nicht so gleich unmittelbar den Schmer; benimt, so pflegtes doch die Materie/ die selbigen verursacht, nach und nachzu vernichten, und die Fibern gegen die Reizuugen derselbenunempfindlicher zu machen, bis der Anfall vorüber ist. Des-gleichen ists auch bei allen Geschwülsten, die mit heftigenSchmerzen begleitet sind, ein nützliches Auflegcmittel.

Tmplnltlum »cl llrum»z.Pflaster wider ö,e tropfe.

Man nimt vom Schierlingspflastcr mit Gummi Amnio«niat, vier Unzen; Gummi Elemi, eine halbe Unze; atzendenSublimat, zehen Quentchen: mischt es kunstgemäs.

Dieses ist zu der Absicht so würksamausgesonncn, alsnur die Wirkung von irgend etwas in dieser Art es verstattenkann; denn es ist bei nahe so atzend, daß es einen Schorfmacht. Wenn die Drüsen durch irgend eine Materie, welchees nur sey, ziemlich verhärtet sind, so pflegt es selbige ent-weder los zu machen und fortzubewegen, oder die Substanzselbst mir wegzunehmen, wenn es lange genug aufgelegt wird.Cs ist aber große Borsicht dabei nöthig in Ansehung der Na-tur und Struktur des Theils, auf welchen es gelegt wird;denn nahe bei großen Gefäßen oder Flechsen kann es großesUnheil anrichten. Es kann auch so viel vom Sublimat mit-theilen , wenn es auf sehr schlaffe und drüsigte Theile aufge-legt wird, daß dadurch ein Speichelfluß entstehen kann.

ümplalcrum veimitu^um.Pflaster wider die Würmer.

Man nimt puloerisirteAloe, eine Unze; Koloqumten nndMyrrhe, von jedem drei Quentchen; Sevenbaumblattcr, Raute,gemeinen Vermuth, Reinfarn, Walnüsse und Gicktrüben»Wurzel, von jedem zwei Quentcheu; gelbes Wachs und Harz,von jedem vier Unzen; Rautcnol, zwo Unzen: mischet alleskuusigemäs in eine Masse zu einem Pflaster.

Dieses wird dick auf Leder zu streichen, und breit aufdenLeib zu legen verordnet; und bei Kindern erweiset es sich aufdiese Art zuweilen als ein Pnrgiermittel, und hilft denSchleim, der Würmer erzeuget, und die erzeugten Würmerselbst abführen.

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