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2 (1785)
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446
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446 Ausübung der Apothekerkunsi. Viertes Buch.

Gicktpflasier.

Man nimt von dem größern Caftpfiasier, sechs Unzenluxycl-oceum und äiacdalciliz, von jedem zwo Unzen; Baren«fett und Hirschmark, von jedem anderthalbc Unze; in Wein«esstg aufgclosics Takamahak, zwo Unzen: mischet alles zusam«men mnstgcmas zu einem Pflaster-.

Dieses wird das Frankfurter Gichtpflaster genannt:weil es durch eine Bcrathschlagung der Aerzte daselbst erfun«den worden ist.

LmplaNlum «itliricicum «lcerum,Üim anderes Gicktpflasier.

Man nimt Mohnöl, zwei Pfunde: Wachs, ein Pfund;Venetianische Seife, acht Unzen: Terpentin, eingedickten Bil»-senkraut'und Nachtschattcnsafl, Opium, Mennige, von/e.dem sechs Unzen; Bilsenkrautsamcn, fein pulvcrisirt, oierUnzen: mischet alles kunstgemas zu einem Pflaster.

Die Säfte und das Opium löset man in Essig auf, inwelchen man vorher die Mennige eine Zeitlang gekocht hat;zunächst thut man das Oel hinein, und nachher das in dun«nc Scheibchens geschnittene Wachs nndHie Seife, und kochtendlich alles mildem Terpentin zur gehörigen Konsistenz.

Fünftes Buch.

Von so gleich fertig zu machenden, oder in Bereitschaftzu habenden Znsammenmischungen.

Erster Abschnit.Von diätetischen, oder Gesundheitstränken, u. f. w.

^ snter diese Abtheilung wollen wir alle Krautcrwcine', Biere,R-4 Mects oder Honigtränke und Molken bringen, welcheblos in langwierigen Zufällen verschrieben werden, und einenfortdauernden Gebrauch erfordern, wenn sie irgend einer Ab«ficht von Wichtigkeit entsprechen sollen. In allen hitzigen 3u«fallen demnach muß man bei Verordnungen niemals sein Au«gcnmerk auf selbige gerichtet haben; wenn hingegen eine «rank»ticke Lcibcsbeschaffentieit sich nach und nach wieder erholet; sokann man sich von dieser Art Mittel viel Hülfe versprechen.