zy6 Ausübung der Apothekerkunst. Viertes Buch.
Diese Pille ist zur maßigen Wärmung und Stärkung deSMagens, desgleichen zur Ausleerung der rohen schleunigtenSafte, besiimt. Sie kann auch, als ein altmrcndes, oderBlutreinigendes Mittel, in Gaben von zehcn bis zu funfzchenoder zwanzig Granen genommen werden.
I.. ?ilu!»6 e 8t)'rl»ce.Storarpillen.
Man nimt durchgedrückten Storax, zwo Unzen; Safran,eine Unze; durchgedrücktes Opium, fünf Quentchen. Reibetes bis zur vollkommenen Vereinigung untereinander.
Man 'hat diese Zusammensetzung erfunden, um dadurchlangsamer, als mit den seifenartigen oder Matthauspillen,im Magen aufzulösen, und folglich mehr stufenweise und fort-dauernde Würkungen hervorzubringen. In fünf und vierFünftheil Granen von den Storarpillen ist ein Gran Opiumenthalten.
paltilli l^tl'nrric!.Purgirenöe Iuckerkücliclckie».
Man nimt Ccammonienharz, zwei Quentchen; feinenHutzucker, ein Pfund. Nachdem man das Harz jU einemganz feinen Pulver gerieben hat, mischt man es untereinan-der, und macht mit ein ganz wenig Schleim einen Taig, auswelchem man kleine Pillen oder Küchelchen verfertigt.
Diese sind hauptsächlich für junge Kinder erfunden, dienicht gerne unter einer andern Gestalt ein Purgiermittcl nel>mcn, und mit diesem leicht anzuführen sind, indem die Men-ge des Harzes keinen merklichen Unterschied in Ansehung desZuckers macht. Allein es ist für zarte Kinder cm heftiges Arz-neimittel,' ob es schon beivlelen sehr gutthut, indem es jenenSchleim,ans den Gedärmen abführt, der Würmer erzeugetund Fieber und einen siinkigteu Atbem verursacht. Ein oderzwei Stück davon machen eine hinlängliche Gabe auf einmalaus. Jene, die man so oft öffentlich angekündigt findet,sind nichts anders i ihre Verkäufer mögen behaupten wassie wollen.
kilulae 6« Hmmonl»eo Ks^illlZIez.
tNagisiralpillen au« Gummlammomak.
Man nimt mit MeerzwiebelcssiZ zubereitetes Gummiam«nwniak, zwo, Unzen; Sokoterische Aloe, anderthalbc Unze:Myrrhen, Mastix und Benzoe, von jedem eine halbe Unze;Safran und Wermuthsalz, von jedem zwei Qli«»tchm» Wer,