Ausübung der Apothekerkunst. Viertes Buch. 375
I.. pilul»« Kuli.Rufus'g Pillen.
' Man nimt Sokoterische Aloe, zwo Unzen; Myrrhen,Safran, von jedem eine Unze. Macht daraus mit Safran«synw eine Masse. '
Se<se»plllen.
Man nimt 3)landclscifc, vier Unzen; durchgelassenesOpium, eine halbe Unze; Limonenessenz, cinQuentchm. DasOpium erweichet man mit etwas Wein, und bringt es mitdem übrigen bis zur völligen Mischung untereinander.
Diese Pille ist statt der Matthäus,Mxn eingeführt. DieSeift befördert die Auflösung des Opiums im Magen, undverursacht also, daß es desto schneller würkt, welches auchdie einzige Absicht ist, der du ziemlich mühsame Weinsicinseifeentsprechen kann. Die Limonenessenz gibt einen angenehmenGeruch und Geschmack, macht, daß der Magen das Arznei.Mittel leicht annimt, und verhindert den Ekel, den es sonstzu verursachen pflegt. Zehe« Grane davon enthalten ziemlicheinen Gran Opium.
?i1u!»e zcilliüeae.tNeerzwiebelpillen.
Mall nimt Gummi Ammoniak, pulverisirteKardamome»und frisch« Meerzwiebeln, von jedem eine halbeUnze. Reibetdie Meerzwiebeln und Gummi Ammoniak untereinander, undthut alsdann den Kardamomensamen darzu. Sollte dieMasi»se zu steif seyn, so macht man sie mit CopaivabalsaM weichund geschmeidig.
Diese Pillen sind überaus würlsam in Beförderung desUrins und des Brnsiauswurfts, und überhaupt zur Verdün«rmng der schleimigtcn Säfte. Ein Scrupel von der oben vor«geschriebenen Zusammensetzung -nthält gegen acht Grane vo»den frischen Meerzwiebeln.
kilul,« 8tomacsllc»e.
MagenplUc».
Man nimt Rhabarber, eine Unze; Soloterische Aloe,sechs Quentchen; Myrrhen, eine halbe Unze: vitriolisirtenWeinstein, ein Quentchen; wesentliches Münzenöl, ein halbes^u-ntcken^ von Pomercmzenschalcnchrup soviel, als zurei-chend ist, die übrigen Ingredienzien in eine Maße zu bnngtk.