Ausübung der Apothekcrkunst. Viertes Buch. 377
nmthsyrup eine hinlängliche Menge, um eine Pillenmasse dar<aus zu machen. '
Dieses scheint aus dem Augsburger Apothekerlmehe ge<nommen zu seyn, wo sie dem (Nucrc«an, als ihrem Eufin-der, zugeschrieben werden. Die hier gemachte Abänderungvon jenem will nicht viel sagen. Zwclfcr verordnet so vielEssig zur Auflösung der Gummis zunehmen, daß man kcmcnEyrup nothig hat, um eine gehörige Konsistenz zu geben.Desgleichen macht er auch >as>Laugcnsalz m dieser Zusinu.mensetzuug sehr herunter; nicht nur als etwas zurAbsichl.dcsGanzen ganz fremdes, sondern aucb weil es die gehörige Pii°lcnkonsisienz verdirbt, indem es die Zähigkeit wcguimt und siebröcklige micht, wicalle dergleichen Salze beiklcbrigten Cub-stanzen zu thun pflegen. Beim SckroQcr trift man diese Zu-sammensetzung ziemlich auf die nämliche Art, wie sie hier fort«geführt ist, an.
kilulae Oocliine Müioreü.Die großer» Hockmapillen.
Man nimt von der Hicrapikra, zchcn Quentchen; vonden Alhandaltrochisken, viertehalb Quentchen; vom Dakry'dium, drittehalb Quentchen; von der recht harzigtcn Turbith^Wurzel, fünf Quentchen; und bringt es mit einer hinlangli'chen Menge Kreuzbecrsyrup in eine schicklichePillenkonsisienz;Kunstgemas.
kilulae Iluli, liu« communez.
Rufu«'« oder die gemeinen Pillen.
' Man nimt von der besten Aloe, zwo Unzen; auserleseneMyrrhe, eine Unze; Safran, eine halbe Unze; nnd bringtalles zusammen mit einer hinlänglichen Menge einfachen Sy-rups in eine Masse von Pillenkonsisienz.
Diese werden insgemein dem Rufuo, einem wohl bckanten alten Arzte, zugeschrieben; wiewohl Awelfer habenwill, er habe sie vom Paulus Acgineta II, 26. entlehnt, nurdaß beider thre verschieden sind, indem sie eine gleiche MengeGummi Ammoniak nebst Aloe, und keinen Safran, haben.Die Ingredienzien werden am besten für sich besonders zu Pul-ver gemacht, indem sie in ihrem Gewebe dergestalt von eiwander verschieden sind, daß sie sich in einem Morsel nicht wohlzusammen vertragen. Dieses Arzneimittel war von seinem er-sten CrfiudO- besiimt, um in Trankchens aufgelöset werdenzu können; allein seine außerordentliche Bitterkeit machte esuner:r5Zl.ch, daher es die Neuern mit Recht in Pillen, zumVerschreibm bei ihrcrPraris, beibehalten haben. Felix pl«-
U