Ausübung der Apothekct kunst. Viertes Buch. z6z
halbes Quentchen. Nachdem alles zu Pulver gemacht ist,bringt man es mit Rosenwasser in eine Masse.
. Di^se Zusammensetzungen sind überaus angenehmeBrusi-mittel, die nach Belieben gebraucht werden können. Sie sindbestimt, die scharfen Säfte zu mildern, und das Kitzeln mder Kehle, wodurch Husicn erweckt wird, zu besänftigen.
Sckrvssrfe Brustt'üchelcken.
Mnn nimt Eüßholzcrtrakt, doppelt feinen Zucker, vonjedem zehen Unzen; Gummi Tragant, ein halbes Pfund.
Auf diese Ingredienzien tröpfelt man so viel Wasser, daßdie Masse schmeidig genug wird, um Trochisken daraus zumachen
L. Man nimt Süßholzextrakt, Arabisches Gummi, vonjedem vier Unzen; Wasser, eine hinlängliche Menge. Kochet,bis es sich aufgelöset hat; zur durchgeseiheten Flüssigkeit setztman acht Unzen weißen Zucker hinzu, und dampfet sie ab.
Diese Zusammensetzungen sind zu den nämlichen Absichten,als die oben beschriebenen weißen Brusitüchelchcn, bestimt.
k. I'rocliilci liecliici cum opiä.Brnstr'üchelcven mit Opiu«.
Man nimt Opium und Peruvianischcn Balsam, von je-dem ein Quentchen; reinen Zucker; zwei Quentchen; schwarzeBrusiküchelckenmassc, sieben Unzen.
Das Opium reibet man mit dem Balsam und Zucker ab;und thut hernach die vorher mit etwas warmen Waffer ge-schmeidig gemachte Masse, wenig auf einmal, hinzu. Nach-dem alles wohl untereinandergemischt ist, wird es getrocknetund daraus Trochlsten, von fünf und zchen Granen schwer,gemacht.
I'l'oclillci (^^Heoz pro MtVn'iäztili.
trochisken, Cyphi genannt, (üVeihrauhkückelchen)?um Nllthridat.
Man nimt an der Sonne getrocknete, ausgekernte, Ro-sinen, Cyperschen Terpentin, von jedem drei Unzen; Myrrhen,Kameelsiroh, von jedem anderthalbc Unze; Zimmct, einehalbe Unze; Safran, ein Quentcken; Bdcllium, Spikcnard,Zimmetrinde (c»lll, iizne»), runde oder lange Cyperwurzeln,Wacholderbeerenf von jedem drei Quentchen; Rhodisholz,oder g«Ib Sandelholz, drittehalb Quentchen; Kalmus, neunQuentchen) geläuterten Honig, so viel als hinlänglich ist.