Z64 Ausübung der Apothekerkunsi. Viertes Buch.
Das Bdellillm und die Myrrhen reibet man mit ssana«riensckt bis zur Honigdicke; alsdann thut man das Rosinen-mark, den Terpentin und Honig, und endlich die übrigen In-gredienzen, ganz sein pulverisirt, darzu. Und alles zusam«men wnd mnstgemas zu Trochisken gemacht.
^lioclii/ci cüÄi^^Fma !^e6^c!noi, pro tlienaca^nälymaclii.
Troch»«ken, He0ycl?roi genannt, (sckon gefärbt) ;um
venetianlsclien Theriak.
Man nimt Marumblattcr, Maioranblatter, Rhodisholz,oder gelb Sandelholz, Haselwurz, bon jedem zwei Quent-chen; Kameclsiroh, Kalmus, Pontischcs Phu (oder wildeBaldrianwurzel) Xylobalsam (oder Aloeho/z) Opobalstnn,(oder Peruvianischcn Balsam) Costwurzel, ^oderAtwer) Zim-rnct, von jedem drei Quentchen; Myrrhen, IndianischesBlatt (oder Lorberblättcr), Indianische Cpikenard, Zimmet-rinde, Safran, von jedem sechs Quentchen; englische Wür-ze, (oder Würznelkeu) anderchalbe Unze; Mastix, ein Ouem»chen; Canariensckt, soviel, als zureichend ist, um kunsigc-mas Trochisken daraus zu machen.
Diese, und die vorhergehenden Trochisken sind, wie ihreAufschriften einzeigen, blos als Ingredienzien bestimt, dieeinen zum Milhrid.n, die andern zum Thcriak; obschon diemeisten von ihren Artikeln zum zweitenmale darum enthaltensind. Das Londoner Kollegium hat die unnötbige Mühe, siein Trochisken zu bringen; verworfen, und dafür die verschie-denen Artikel, ans welchen sie bestehen, vorgeschrieben, daßsie zu diesen Zusammensetzungen so gleich unmittelbar beige-mischt werden sollen.
tNennlgetrocklsken.
Man nimt Mennige, eine halbe Unze; atzenden Qnecksil«bersnbllinat, eine Unze; von der feinsten Brodkrume, vierUnzen. Macht es mit Nosenwasser zu langlichten Trochisken.
Diese Trochisken werden blos äusserlich, als Schorf,machende Mittel gebraucht: als solche sind sie überaus würk-sam, und erfordern bei ihrem Gebrauche ziemliche Vorsicht.
I'rocliilci e ^l^irk«.tNyrrhentrocblsken.
Man nimt Myrrhen, anderchalbe Unze; Liebstockelsa-men, PolcilMter, Russisches Bibergeil, Galbanum, von je-