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2 (1785)
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Ausübung der Apothekerkunsi. Viertes Buch. 267

liche Art vorgeschrieben; allein ein etwas starker Aufguß vongetrockneten Damasccnerrosen, oder das Rückbleibsel nachgeschehener Destillation, wird es mit weniger Mühe, undwo nicht besser, doch eben so gut, als die hier vorgeschriebe-nen öfter» Aufgüsse, oder der ausgepreßte Saft, verrichten.Der Kreutzbcersyrnv ist von hinlänglicher Starke, so,daß man :ur größten Gabe nicht über zwo Unzen davon nö-thig hat, die man füglich gebe» kann. Die gewöhnliche Artaber die Gewürze harzn ;u thun, geschiehet in cmem dünnenSäckchen, während daß er zur Konsistenz einkocht; und jekürzere Zeit sie so/cher Behandlung ausgesetzet werden, den»besser ist es.

Unter den arzneiartigen Honigen, odcrSyruven, stattdes Zuckers mit Honig gemacht, wird keiner davon gebraucht,ausgenommen, das 5".e! >lercmia!e, Nol^um, und ^>x/.nisl Fcilnn^n,; wiewohl es gewiß ist, daß zu Dingen, dieden sollen, Honig schick-

licher ist, als Zucker. Das >lel UelleKorginm ist zuweilenin hypochondrischen Zufallen und in der Raserei gebrauchtworden; aber die Würfung desselben ist so ungewiß, daß sichwenige darauf verlassen wollen. Denn zuweilen würkt es alsein heftiges Brechmittel, und zn anderer Zeit mehr durchStuhl. Und es ist ein sicheres Merkmal, daß es in der Arz-neikunst nicht stark gebraucht worden ist; weil es in den ge-wöhnlichen Apothekcrbüchcrn mit ziemlicher Nachlässigkeit ver-ordnet ist; so daß zu der nämlichen Menge Nieswurz-uweilendreizehcn Pfunde Honig, und z«wcilen nur drei Pfunde, vor-geschrieben sind. Das Kiel ?..2icun»le wird hauptsachlichzu Klystieren gebraucht; das>lTl tt°l2tum zum Gurgeln, undzu Mundgcschwüren; und das N.^-mel 8cilln>cum als cmBrechmittel, wenn es nicht durch Herzstärkende anhaltendeMittel verhindert wird, als durch den beigemischten Znnmet,wodurch dessen weiteres Eindringen, und Vru,causwurf, oderAbgang durch Urin, befördere wird. Das «x)mel cum^c».inum ist in Ansehung dcr Absicht seiner Ingredienzien einegleichförmige Mischung, die als ein gutes eröfnendes oderreinigendes Mittel dienet; es wird aber selten gemacht undverschrieben.

Eine Vorsicht bei der gemeinen Arznelausübungskunstverdienet eines jeden Anfmerksamkcit; nämlich: niemals irgendetwas mit Honig zu verschreiben, ehe man nickt vorher un-tersuchet hat, ob etwa der Patient eine naturliche Abneigungdarwider habe; welches bei vielen Lcibcsbefchaffenhciten der-maßen zu seyn pfleget, daß eine Gabe von irgend einem offi-cinellen Hauptmittel, das nach der gewöhnlichen Art mit Ho«