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2 (1785)
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266 Ausübung der ApothekerKmst. Viertes Buch.

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/yrupe. Allein alle der Geruch und Geschmack der von diesenIngredienzien in einemSynw noch beibehalten werden kann,geht, so wie diese Arzneigestalt-gemeiniglich in den Apothekenin offenen oder leicht bedeckten Topfen aufbewahret wird,durchs lange Etchen gar bald verloren. Daher dergleichen Din«ge zu grossem Nachtheil auf diese Art verordnet werden. Derd^ru^u5 lla!l'»nncu5 ist dem nämlichen Verluste unterworfen:wird aber mit der äusserst möglichsten Sorgfalt ;» berserucMvorgeschrieben, um die durchdringenden und flüchtigen Thei-le desselben zu erhalien. Dieser letztgedachtc Syrup wird oft,des wohlfeilen wegen, mit Storax oder Benzoe, oder beidenzugleich, gemacht; wovon der Unterschied schwerlich zu ent»decken, und der Betrug von keinen so Übeln Folgen ist.

Die erste vorgeschriebene Art den d)ri,pu5 c^ai^beütu«zu verfeniqen ist nicht so /eicht thunlich; weil das 5^1 ^l-,«!«in dem zusammengesetzten Cnzianwasser nicht.mfiöslick Mseynscheinet; und da der ^yr^pu« cl« l'umix nke!»5 schwerlichjemals gemacht wird; so ist wohl diese Art niemals versuchtworden. Nach der alten und gemeinen Art wird es blos vo.nStahl, Wein und Zucker verfertigt, der sich aber sehr leichtkandirct; so wie auch der ^yrupu« (>««, und jedweder an-derer von dieser Art, der mit einer wcinhasten Flüssigkeit ge-macht ist, indem der Zucker in selbigen nicht so natürlich undgleich verbreitet ist, als im Wasser, und in den dickern Flüs-sigkeiten; daher sie auch weit eher in Krystallen anschiessen.

Unttr den pnrgirendcn Cyrupcn ist der-erstc, aus Hind-lauft mit Rhabarber bereitet, ehedem in großun Ansehen ge-wesen; allein das ganze Gemenge von Ingredienzien in selbi-gem/ die man entweder als verbessernde oder Gallenabfüh-rende Mittel ansah, halt mau jetzt zu irgend einer von diesenAbsichten für so wenig würksam, daß man sie gar nichts mehrachtet; und jene kürzere Zusammensetzung, die den Titel führt:5vl'U!",,5 cw Klialiaidinu, wird jetzt weit mehr geschätzt; od-schon die Veilchen, Hindl<u>ft und Fcnchelwasscr, bei Verfer-tigung derselben ein ganz unbedeutender Umstand zu seynscheinen.

Der 3vr!,ipu5 e ssnnliu« K5nlo>um peiliccilum, dessenAufguß fünfmal mit frischen Blüthen wiederholet werden soll,wird gemeiniglich nur mit einem einzigen Aufguß gemacht,blos mit so viel Wasser, daß die Blüthen dadurch bedeckt uudgcbrühet werden; und dieser erweiset sich als ein gutes gelin-des Brech- oder Purgiermittcl für junge Kinder. Auf jeneArt würde er freilich starker werden; allein es verlohnet sichso wenig der Mühe, daß ich noch niemand angetroffen habe,der ihn so gemacht haben wollte.

Der ö^rupuz Kosten« loluciuu5 ist auf eine etwas ahn«