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2 (1785)
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Ausübung der Apothekerkunss. Viertes Buch. 26z

«>uemen Gabe haben könne, um sich darauf, als auf tinArz»neim.'tte! in wichtigen Fallen, verlassen zu können,

. Von Dingen, die unmittelbar in Substanz mit Zuckervermischt werden, scheinen blos diejenigen dazu geschickt zuseyn, deren hervorstechende Eegenschaften auf solche Art crhal,ten, ^nd in solcher Gestalt als ein Arzneimittel gegeben wer.den tonnen, wovon sich etwas in der Wartung erwarten las-set. So können Lavendelblülhen, Mosmarinblüthen, dieäusser« Pomeranzen- und Limonmfchalen, und einige wenigeandere dergleichen, als.Konserven verordnet, auf solche Artmit Zucker aufbewahret werden, so, daß kleine Gaben davonin dergleichen Absichten eine Genüge thun werden, als sieesin jedweder anderer Form zu thun fähig und geschickt sind.Hingegen Münze, Löffelkraut, Naute und dergleichen Dinge,die in großer Menge genommen werden müssen, ehe sie sichmit Nachdruck auffern können, schicken sich zu dieser BeHand«iung ganz und gar nicht; weil eine solche Gabe davon, aufderen Wartung man sich verlassen. könnte, Ekel im Ma«gen verursachen, und vermöge des Zuckers, den sie noch»wendigerwcisc mit sich führen muß, auf andere Weise nach«theilig seyn würde. Alle bittere Substanzen, als: Wermuth,Erdranch, und dergleichen, sind gleichfals unschicklich zu die«scr Behandlung; weil sie zu ekelhaft sind, als daß man sievertragen könnte; und solche, die von einer schleimigtcn undzähen Beschaffenheit und Gewebe sind, als die Schwarzwur«zel, und dergleichen, verlieren durchs Liegen im Zucker dieseganze Eigenschaft, die man von ihnen erwarten sollte, undwerden gar bald untauglich. Die nämlichen Beurtheilungs«gründe gelten auch bei allen übrigen Ärzneigcstaltcn, zu wel«chen Zucker mit tomt: so, daß wir bei der Untersuchung we<nigc von den alierirendcn oder blutreinigcnden Mitteln findenwerden, die auf diese Art verbessert worden -waren; obschon,was die Vrech- und Pura,iermittel anlangt, wo zu einer'Ga-be in einem kleinen Raume eine hinlängliche Würksamkeit ent»halten ist, diese schicklich genüg auf solche Art aufbewahretwerden können. Und freilich, wenn wir eine Konserve, odereinen Syrup, als ein Mittel ansehen, andere würksamcDin«ge damit zu verbinden, und andern Arzneigestalte» eme Fe«siigkeit und Konsistenz zu geben, und sie zum Einnehmen be»qnem zu machen; so können die meisten davon ihren gutenNutzen haben; sonst kann aber auch wenig' zu ihrem Vortheilgesagt werden. .

Um die officinellen Cyrupc auf die beste Art zu verferti«gen, sind gewisse Hauvteigenschaftcn an den Dingen selbst,ehe sie zu einem solche» Proceß genommen werden, besondersin Betrachtung zu ziehen. Die einfachste Behandlung bei die-

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