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2 (1785)
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248 Ausübung der Apothekerkunst. Viertes Buch.

rinde, die vom innern weißen Theile sorgfältig gereinigt ist,von jedem eine halbeUnzc; getrocknete gelbe Slvillan 'chcPo,meranzeuschalenrinde, die gleichfals vom weißen gcreinigt ist,anderthalbes Quentchen; kochendes Wasser, drei Quart voneiner Pinte Wässert es eine bis zwo Stunden lang ein, als-dann seihet man die Flüssigkeit durch Papier, oder laßt es,ohne zu drücken, durch ein Seihetuch laufen.

Beide diese Safte sind überaus schone und dienliche Ma-genbitters; letzteres besonders ist so angmehm, als nur einskann gut ersonnen werden. Die Schalen theilen ihm einenseinen Geruch und Geschmack mit, als die einzige Zuthat,die di< Enzianwurzcl nochig hat. Das Kollegium berichtetuns, daß von den meisten Ingredienzien, die gemeiniglichzur Zusammensetzung oittercr Aufgüsse genommen werden, un-ter allen den starken Magenbitters, die für sich besonders zu-bereitet wurden, die Enzianwurzel die beste Farbe hergab;dagegen fehlt es ihr an einem Hülfsmittel, daß ihr einen an-nehmlichen Geruch und Geschmack ertheilet. Fast keines vonallen den schmeckenden und riechenden Magenbittern, als:Zitwerwurzel, Ralmus. und dergleichen, hatte etwas würk-lich angenehmes, ausgenommen die Pomeranzcnschalen undKardamomen; nur daß die Kardamomen schleimige sind, unddie Flüssigkeit trüben, und die Pomeranzenschalcn ein hitzigesOel bei sich führen, so, daß man sich ihrer nur spärlich be-dienen muß. Die Limoncnschalcn enthalten in ihrer äussernRinde, aufweiche sich ihr ganzer Geruch und Geschmack ein-schrankt, nichts bitteres; sondern ersetzen der Enzianwurzclauf die vortheilhafteste Art das ihr noch mangelnde; unddurch eine mäßige Zuthat von PomeranMschalen wird die Zu-sammensetzung noch vollkommener.

I.. I). Inlululn »warum Purßznz.Purgirender bitterer Aufguß

Man nimt Sennesblatter, frische gelbe Limonenschalen-rinde, von jedem drei Quentchen; Enzianwurzcl, getrocknetegelbe Sevilianische Pomeranzenschalenrinde, kleine von denHülsen gereinigte Kardamomen, von jedem ein halbes Quent-chen; kochendes Wasser, fünf Unzen, nach dem Maasc. Läs-set alles zusammen weichen, und seihet, nach dem Erkaltet»das flußige davon ab.

lutulum «milrum cum 8enn,.Bitterer Ar^ mit Sennesblättern.

Man nimt Senneb tter, ein Quentchen; Enzian,wmzel, süßen ßenchelfame» von jedem ein halbes Quellt«