246 Ausübung der Apothekerkunst. Viertes Buch.
es nöthig ist, daß man cs so lieblich und annehmlich, als nurmöglich, zubereite. Aus dieser Ursache wurde es in die Pharma-copöie mit eingerückt, und die verschiedenen Umstände, die zurSchönheit desselben beirr^ej:, angegeben. So gem'.'ll auchArzneimittel von dieser Klasse einem vorkomme» mögen, sosind sie doch bei der Kur mancherlei hitziger Krankheiten' vongrößrer Wichtigkeit, als viele mehr ausgearbeitete Zubereitun-gen. Das gegenwärtige Edinburgher Kollegium nennet diese:Decnitllm l^uräei, Gerstentrank.
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l.. D. ^u? Vi'^Ll'Iuum.vlperndrühe.
Man nimt eine Viper von mittler Größe, von Kopf,Haut und Gedärmen gereinigt; und zwo Pinten Wasser.Kocht es bis auf anderthalb Pinte ein; thut alsdann dasGesas vom Feuer, und.wenn die Flüssigkeit kalt geworden ist,läßt man das Fett, welches auf der Oberfläche gelieft, t, wenndie Viper frisch gewesen ist, davon abnehmen. In dieseBrühe thut man, weil sie noch wann ist, ein junges Hünchen,von mäßiger Größe, von Haut und allem Fette gere.nigt undabgezogen, und blos das Fleisch allein. Das Gesas setzt manwieder über Feuer, damit es koche,- alsdann setzt mans vomFeuer weg, nimt das Hünchc» heraus, und schneidet so gleichsein Fleisch in kleine Stücken: diese thut man wieder in dieBrühe, setzt sie übers Feuer, und sobald als es in die Höhekocht, gießet man die Brühe heraus, nachdem man sie vorhersorgfältig abgeschäumet hat.
Dieses scheint eine von den besten Zubereitungen der Viperzu seyn: man erhält auf diese Art alles gute und vortheilhafte,was sich nur von diesem Thiere erwarten lässet. Es ist eineüberaus nahrhafte und die Kräfte wieder ersetzende Speise.Wenn eine Zeit lang damit fortgefahren worden ist; so hat siemanchmal gute Dienste im Aussatz und in andern hartnäckig»ten Hautkrankheiten gethan.
I,. O. Klucilliza 8eminuin d^äonicnnm.Gulttcnftlmcnschlelm.
Man nimt Quittemamen, ein Quentchen; Wasser, sechsUnzen, nach dem Maase. Kochet es zusammen über einen,gelinden Feuer, bis das Wasser fast wie ein Cyweiß so schlci-migt wird; alsdann drückt man es durch ein leinen Tuch.
Dieses st ein annehmlicher gelinder Schleim, eines etwassüßlichten Geschmacks, und leichten angenehmen Geruchs.In dieser Rücksicht, und wegen seiner leichten Aufiöslichteit