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2 (1785)
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Ausübung der Apotheke, kun st. Viertes Buch. 245

Oecc-Äum 5?!^LMüi!!>o cnmpolicum.

3usa!nmennescrzter Sclilssngcnwurzcltrank.

Man ninit Virginische Schmngenwurzel, seebs Ouent«chen; EdinburghischenThcriak, eine Unze; Cochenille, einenEcrupel; Wasser, zwoPinten.

Die Wurzel kocht m,in in dem Wasser bis zu? Hälfte derFlüssigkeit ein, und setzt gegen das Ende den Theriak und dieCochenille darzu. -

Diese wäßrige Zubereitung ist ein Arzneimittel von be«trachtlicker'stsimkeit, das ziemlich alle Eigenschaftender ^chlangenwurzel, und die Opiatkraft des Theriaks besitzt.B>c luer vorgeschriebene Menge cmhält ungefähr drei GraneOpium. ES ist merkwürdig, das; die Schlangcnwurzel ihreKräfte dem Wasser fast in eben der Vollkommenheit, als dengeistigenFlü'slgkeitea, mittheilet; und, derFeinhcit ihrer Theilenng.-achitt, in keinem viel durchs Abdampfen verlieret; esmüßte denn der Proceß bei einem jälingcrn Feuer, als nöthigist, verrichtet werden.

l^eea<Ium 1'2M»r!nclor«m cum 83NN».

Adgcl'oelncr Tamarmdcntranr' mit ScnnrZblättcrn.

Man nimt sechs Quentchen Tamarinden, zwei QuentchenWeinsieinkrnsiallcn, kochet es in andcrthalb'Pintc Wasser bisauf eine nach dem Durchseihen ein; damit macht man. weil esnoch heiß ist, ans ein Quentchen Eennesblätter auf vier Stun«den lang einen Aufguß: das flüssige seihet man alsdann davonab, und setzt eine halbe Unze Zimmeiwasser ohne Wein, undeine Unze Vcilchensyrup darzu. Dieses ist ein überaus nütz"liches gclind abführendes Mittel.

Gersten "vasjcr.

Mau nimt Perlgcrste, zwo Unzen; Wasser, vier Pinten.Zuerst waschet man die der Gerste anhangende mehligte Ma-terie mit etwas kaltem Wasser ab; alsdann kocht man sie einwenig mi: ungefehr einer halben Pinte frischen Wail.'rs, dasdadurch ziemlich gefärbt werden wird. Dieses gef.^ bre Was-ser giesiet man weg; thut hierauf die Gerste in das vorge-schriebene vorher kochend gemachte Wasser, und bälc mit demKe^l-en so lange an, bis die Hälfte Wasser verloren gegan-gen in.

Diese Flüssigkeit muß als em Verdünnungsmittel in Fie«bern und andern Krankheiten reichlich prunken werden; daher