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2 (1785)
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Ausübung der Apothekerkunst. Viertes Buch. 23z

fammenziehenden Substanzen seyn muß. Denn was dieserihre Eigenschaft ausmacht, und was in vielen Dingen in einerTinktur kann ausgezogen werden, das läßt sich demohngcach»tet nicht durchs DeMiren übertreiben; und daher istdasOelsowohl, als jedwede andere Sache, die übet den Helm steigt»dieser Eigenschaft unfähig und entblößet. Demohngeachtetwird dieses für so erwärmend undMagensiartend gehalten, daßes zuweilen zu Pflastern verordnet wird, die auf die Herz,oder Magengrube gelegt werden, besonders bei anhaltendemEkel und Erbrechen,' sonst aber wird es sehr wenig verschrie»den.

Q v. VIeum I^lentK« kixeilticliz estenti»!«.

Xvesenlllckes pftffermülnblättero'l.

Dieses befitzt den Geruch, Geschmack und dieCigenschaf«ten der Pfeffermünz vollkommen; die Farbe ist blaß grünlichegelb. Es ist ein Arzneimittel von großer siechender Eigenschaftund Feinheit, und verbreitet, fast in dem Augenblick, als esgenommen worden, eine glühende Wärme durch das ganzeKörpcrsystem. In Kolilschmerzen mit großer Kälte, und inunigen hysterischen Beschwerden, thut es herrliche Dienste.Ein oder zween Tropfen sind insgemein eine hinlänglicheGabe.

l>. l). Oleum Xuci« !^alck»t»«.

Muskatnuß«!!.

Dieses ist ein überaus angenehmes Oel, das die Eigen»schaften des Gewürzes hat, von welchem es lomt; es wirdaber Mit mehr zu Zusammensetzungen gebraucht, als für sichallein verschrieben. Es wird oft mit flüchtigen Salzen, wiedas lavendelol, zum Riechen vermischt. Es wird für einHauptstartendes Mittel angesehen, und hat eine Stelle ineiner Zusammensetzung zu dieser Absicht; es verträgt sich abernicht gut mit dem Magen, und verursachet bei manchen Leu«<«n starke Neigung zum Brechen.

Ii, v. Olenm Orizanl.

Dostenol.

Dieses ist ein sürtrefliches aber hitziges Oel, das selteninnerlich gebraucht wird; wiewohl es bei manchen Personenein mächtig würkendes Mittel wider den Mnschmerz ist, dassie auf etw.is Leinw.md oder Bau n'.mllc in den Mund halten,dem schmerzhaften Theile sy nahe als möglich.