Ausübung der Apothekerkunst. Viertes Buch. 23 l
hlurgiermittel zu verbessern; und zuweilen wird es auch alsein Blähungentreibcndes Mittel in Bissen, ein bis zweenTropfen auf einmal, gegeben. Und es thut oftmals gut, indemes plötzlich diejenigen Winde fortschaffet, die Stechen undSchmerzen in der Seite verursachen.
l.. v. Oleuin Cinnamom'l.
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Dieses ist ein herrliches Arzneimittel, das sehr häufig inBissen verschrieben, oder unter Pulver gerieben wird, in allensolchen Fällen, wo das Gewürz, davon es ausgezogen wird,sich nützlich erweiset. Ein einziger Tropfen davon ist einestarke Gabe, indem es überaus erwärmend ist. Es ist eingroßes Herzstärkendes Mittel, das den Magen und die Nervenmächtig startet. Viele verfalschen es; denn das ächte ist aus«serordentlich theuer: das richtig verfertigte sinkt im Masse»unter. Manche machen damit ein^1»eas»ccl«rum, oder Oel»zucker, und daraus so gleich ein Zimmetwasser, das aber weitunter das ordentlich abgezogene zu stehen komt. (Es gibtwelche, die auf diese Art herrliches Zimmetwasser machen,wenn das Oel acht, ueu, »nd in England abgezogen ist; undersparen sich auf solche Weise die Mühe und Beschwerlichkeiteiner Destillation.) Das zur Destillation dieses Oels gebrauchteWasser ist dergestalt von dem Gewürze angeschwängert, nach-dem schon alles Oel davon abgesondert ist, daß es aufbewah-ret zu werden verdienet, entweder um es ein andcresmal wie«der zu der nämlichen Absicht, oder statt der ^<i«, 6inn,momi»enu» zu gebrauchen.
Qleum?oenicuU.
Fenchelol.
Dieses hat alle die Eigenschaften der Pflanze, von wel-cher es herkomt; wird aber selten verschrieben.
VIeum 5Ie6er»«.
EpheuK.
Dieses ist ein empyrevmatisches, oder brandigtsiinkcndesOel, wie das vom Vermuth, und wird schwerlich jemals inder Arzneilunsi gebraucht; es sieht, aber in einiger Achtungbei den Anglern, zur Zusammensetzung einiger ihrer Teige.Manche empfehlen es zu Tropfbädern in Gichtschmerzen; eswird aber niemals zu irgend so einer Absicht verschrieben.'