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2 (1735)
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Das hundert und neunzehend.'Capltel.

tientcn von funffbiß acht oder zehen untzen. Siebendens, ist es in oliwAbeffcrdaßman ein groß loch, als ein kleines mache, damit das dickere ge-blül einen auslauff habe. Achtens, begibt es sich zuweilen . daß mannicht auf einmahl, sondern zu unterschiedlichen mahlen das gedlüt herauslauffen lassen will: in diesem fall hält man nur eine kleine weile die ader mitdem finger zu, dann last man wieder lanffen; bald hält man sie wiederum,und fähret so fort , biß man genug blut hat: Endlich, soll man den armoberhalb dem orl der lässe recht binden, damit die ädern, dnkch welche dasgeblüt aus den Handen hervor quillet, und dem hertzen, vernwg der circu-larion, zugeführet wird, wohl aufschwellen, und hiemlt desto besser getrofefen werden mögen. Nimmt man dann die binde weg, und stillet das blut,pfleget man entweder trockene, oder in eßig und wasser getunckte beuch,lein darüber zu thun. Etliche nehmen auch wohl baumwollen, schmierenein paar tropffen von dem peruvianlschen oder einem andern wund-daisamdaran/ legens über das loch der a'dcr, und vcrbindens hiemit.

Was dle Wiederholung dieses artzney,mittels betrifft', so finden sichheutiges tages,viel ärtzte, fürnemllch aber in Paris, welchen das aderlas-sen so eingebachen, daß sie, nach demzeuglius ihres romödien^chre/öerchbald Nichts Mehr wissen zu rathen , als'lüjznigrc , purere, und clyNeriuinclonare. Ich selbsten habe manchen gekannt, welchem, als er daseldstenan einem fieber krünck läge, innerhalb 6. tagen biß lO. ja auch mehrmahlenzu ader gelassen worden, daß er entweder darüber gar gestorben, oder änderstnlchlalsdurchlangezeltwiederttmzurechtkommen. Ja was istsüreineandereUrsache, daß die meisten Patienten, so den parisischen artzten unter den Handen ge-wesen, nach den kranckheilen einen ansah von der Wassersucht bekommen, als daßman durch vielfältiges aderlassen den geistreichen theil des geblüls also röfeer,daß hernach dle speisen, und der daraus in dem magen und darmen ausgearbci-tete lebens, safft in dem geblüt nicht mehr subtil und geistreich genug, sondern inein wasser verwandelt wird. Mese schone Herren werffen zwar immer vor, dielehrsätze der arßne^kunst wollen solch vielfältig aderlassen haben, und müsseman solchen lehr, sätzen nicht widerstreben: sterbe der patient, so dörffe mansich nicht beklagen, indem seine zelt vorhanden gewesen, und er nach den ge-ordneten , und von solange« jähren herapprobirten lehr-sähen Nippocimi»,6a!em, und ^vicennX traKirt worden. Aber wer nimmt hierlnnen nicht ei-ne wunderliche Hartnäckigkeit an solchen artzten wahr, indem sie von denMeynungen ihrer lehrmeister nicht weichen wollen, der patient sterbe, oderwerde gesund : zu dem so haben eben diese ihre lehrmeister viel in einem hi-tzigern land 9r2Hcirel, sie haben auch/ auf jede umstände der zelt, des or,s,

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