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2 (1735)
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432
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Das funff und achtzigste Capitel.

wo die frucht stärckere Nahrung brauchet, von sclbsten aufhöre. 4 ) Daßweibs -Personen auch ausser üer schwangerschafft, wann sie an ihrer reinigungMangel leiden, ebenmäßig über den magen klagen, ja bißwcilen aus demselbengar blut brechen.

Ich sage, wann man diese stücke erwäget, so wird manscht alleinhandgreiflich sehen, daß dergleichen mcommollität von dem überftüßigengeblüt, welches die zarte frucht von ansang nicht alles brauchet, gleichwohlaber ordentlicher weise bey schwangern durch die menle« nicht abzugchenpfleget, allerdings herkomme; sondern daß auch kein besseres Mittel darwiderseye, als eine aderlaße aufdem fuß.

Dann wann aus angeführten beweiß, gründen klar ist, daß schwangerein denen ersten Monathen nichts anders, als solche Personen anzusehen, de,nen es an der monatlichen blume fehlet, so folget auch, daß sie eben sound nicht anders müssen traÄiret werden. Nun lehret die tägliche erfah-rung, daß solche weibs, Personen durch eine aderlaße am arm , an ihrenmagen-beschwehrden nur verschlimmert , durch lassen auf dem fuß abercurirt werden: so ist dann auch der schluß gleichmäßig auf schwangere zumachen.

Ich weiß zwar wohl/ daß o/e meisten, auch st gar^e6/c/, das ader-lajsen auf dem su/se als etwas gefährliches ansehen , wordurch schwangereum ihre frucht kommen können. Mein alle die gute Kvtte werden es nurvon hören sagen haben, und keine elnhige gründliche erfahrung deßwegenanführen können; oder wann ja schwangere auf dergleichen fuß -ader,läßeunglücklich geworden, so sind sie entweder gar nicht vollblülhig gewesen,und hätte ihnen also eine laße auf den arme sowohl als auf dem fuß ge,schadet; oder man wird ihnen eine unzuläßige Quantität geblüts abgezaxffethaben, wodurch auch so gar der frucht d»e nothige nahrung entzogen wor-den.

Nebst diesem nützlichen aderlassen aufdem fuße, kaust du auch ln die-sem zustaud den magen wohl warm hallen, und darauf einen Überschlagvon wermuth, krause balsam, brvd.rwden im wein zum drey gekocht legen;vermag deine annuth so viel, so thue darzu etwas musealen ,nuß, nage,lein, und eines hühner.eyes groß sauer - teig. Dieser Überschlag starckelden magen wohl und stillt das brechen. Kanst du einen Hasen, schwantz ha-ben , so schneide das vorderste weisst davon, untermische es mit Honig, undlegs aufden nadel.

Anbeo rathe dir, daß du von allen groben unverdaulichen speisen ab-stehen , statt dessen aber gute brühen von Haber, mehl gersten - und kümmel-supoengenlessen sollest/ worein du allezeit das gelbe vom ev mit ein wenig eßig

oder